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Weltverband: Nächtliche Tour-Dopingtests bleiben bestehen

Tour: Nächtliche Dopingtests bleiben

Der Radsport-Weltverband will auch künftig auf die bei der Tour de France stark kritisierten nächtlichen Dopingkontrollen setzen. Allerdings zeigt sich die UCI auch einsichtig.
Florian Lipowitz ist bei der Tour de France schwer gestürzt und musste umgehend aufgeben. Das erinnert an einen Sturz vom vergangenen Wochenende.
Der Radsport-Weltverband will auch künftig auf die bei der Tour de France stark kritisierten nächtlichen Dopingkontrollen setzen. Allerdings zeigt sich die UCI auch einsichtig.

Der Radsport-Weltverband UCI will auch künftig auf die bei der Tour de France viel kritisierten nächtlichen Dopingtests setzen, zeigt zugleich aber Verständnis. „Die UCI erkennt selbstverständlich an, dass nächtliche Kontrollen die Erholung und den Schlaf der Fahrer beeinträchtigen können“, hieß es in einer Stellungnahme.

Der Verband verwies darauf, „dass solche Kontrollen außerhalb der üblichen Zeiten eine Ausnahmemaßnahme bleiben, die nur unter begrenzten und gerechtfertigten Umständen angewendet wird“. Die UCI sei sich „der Belastung für die Fahrer bewusst“, die Tests würden aber „einem übergeordneten Ziel dienen: dem Kampf gegen Doping“. Dieser habe „absolute Priorität“.

Tour de France: Dopingkontrollen haben für großen Wirbel gesorgt

Die nächtlichen Dopingkontrollen sorgen für großes Unverständnis. Zunächst waren die beiden Topstars Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard getestet worden, der Däne stürzte auf der darauffolgenden Etappe schwer und schied mit einem Schlüsselbeinbruch aus. Auch für Florian Lipowitz war nach einer Kontrolle in den späten Abendstunden und einem heftigen Crash am Folgetag die Frankreich-Rundfahrt beendet. Die internationale Vereinigung der Radprofis (CPA) forderte bereits ein Umdenken.

Die UCI verwies zudem darauf, dass sie die International Testing Agency (ITA) mit der Durchführung ihres Anti-Doping-Programms beauftragt hat, „einschließlich der Planung und Durchführung, um dessen Unabhängigkeit zu gewährleisten und seine Wirksamkeit zu maximieren“. Jährlich würden zehn Millionen Euro für den Kampf gegen Doping investiert, hieß es.

Die ITA werde die UCI auch künftig unterstützen, teilte der Weltverband mit – „unter uneingeschränkter Wahrung ihrer Unabhängigkeit und im Dienste eines sauberen und glaubwürdigen Radsports“.