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Dressur-WM: Werth vor historischem Gold – Deutsche greifen Titel

Deutschland klar auf Goldkurs

Debütantin Katharina Hemmer liefert ab und verschafft der besten Reiterin der Geschichte eine komfortable Ausgangslage.
Die Reit-WM 2026 in Aachen hat begonnen. Mit einer spektakulären Auftaktzeremonie stimmten sich die Zuschauer entsprechend ein, während die Deutschen im Dressur-Reiten schon auf Gold-Kurs sind.
Debütantin Katharina Hemmer liefert ab und verschafft der besten Reiterin der Geschichte eine komfortable Ausgangslage.

Die deutschen Dressurreiter stehen bei den Weltmeisterschaften in Aachen dicht vor dem Titelgewinn. Rekord-Olympiasiegerin Isabell Werth geht mit einem komfortablen Vorsprung in den finalen Ritt um Gold.

Als letzte Starterin der deutschen Equipe muss sich die Ikone am Mittwochnachmittag mit ihrem Erfolgspferd Wendy auf dem Viereck im Hauptstadion gegen die amtierende Einzel-Weltmeisterin Lottie Fry (Großbritannien) mit Glamourdale behaupten, kann aber angesichts des Polsters von über vier Prozentpunkten entspannt in die Prüfung reiten.

Deutschland führt bei Dressur-WM

Nach drei Reiterpaaren liegt die Mannschaft von Bundestrainerin Monica Theodorescu mit 155,187 Prozentpunkten in Führung, deutlich vor den Briten auf Platz zwei (151,134). Noch weiter dahinter folgt Dänemark (147,050).

Die drei Nationen dürften die Medaillen unter sich ausmachen. Katharina Hemmer, die in der Soers mit Denoix erstmals eine Weltmeisterschaft bestreitet, brachte Deutschland dank einer exzellenten Leistung und 79,224 Prozent in die Pole Position. Sie gewann den direkten Vergleich mit ihrem britischen Kontrahenten Carl Hester (mit Fame/77,314) deutlich.

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„Katha war sensationell heute“, schwärmte Theodorescu nach ihrem Ritt, „sie hat wirklich keinen Punkt liegen lassen und auch noch ganz viele herausgeholt in ihrem allerbesten Grand Prix.“ Hemmer habe gezeigt, dass sie sich „auf den Punkt bei einem Championat nochmal steigert“.

Hemmer baut deutschen Vorsprung aus

Am Vortag hatte Frederic Wandres, der wie Werth und Hemmer Teil der siegreichen EM-Mannschaft im Vorjahr war, mit der Tagesbestleistung bereits einen Vorsprung von mehr als zwei Prozentpunkten herausgeritten. Auch Debütant Raphael Netz (73,338) hatte überzeugt, das niedrigste der vier Ergebnis im Team wird jedoch gestrichen.

Hemmer vergrößerte den Vorsprung nun und stellte die Weichen für Werth, die auch in den Einzelentscheiden zum engsten Favoritenkreis gehört und nun im Duell mit Fry den Titel in der eigenen Hand hat. Sogar kleinere Fehler könnte sie verschmerzen. Die Goldmedaille im Team wäre ihr zehnter WM-Titel – und ihr dritter in Aachen. Dort gewann Werth vor 20 Jahren zweimal Gold.