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Zverev-Gegner übt Kritik

Zverev-Gegner übt Kritik

Alexander Zverev sorgt im US-Open-Finale mit seiner Aufschlag-Routine für Ärger. Ben Shelton fordert eine klare Regelung.
Nach seinem zweiten Grand-Slam-Titel 2026 ist Alexander Zverev endgültig in der Tennis-Weltspitze angekommen. Doch als Nummer eins der Welt sieht sich der 29-Jährige nur unter Vorbehalt.
Alexander Zverev sorgt im US-Open-Finale mit seiner Aufschlag-Routine für Ärger. Ben Shelton fordert eine klare Regelung.

Mit 6:3, 7:6 (7:2), 5:7, 6:2 hat Alexander Zverev das US-Open-Finale gegen den US-Amerikaner Ben Shelton souverän und verdient gewonnen. Daran zweifelte nach dem gut dreieinhalb Stunden andauernden Endspiel niemand. Dennoch sorgte der Tennis-Star bei seinem Coup in New York für Wirbel. Seine umstrittene Aufschlagroutine kam nicht bei allen gut an. Immer wieder ließ Zverev den Ball 20 bis 25 Mal aufprallen, ehe er zur Aufschlagbewegung ansetzte – und ärgerte damit auch Ben Shelton, der nun eine Regelanpassung fordert.

„Ich denke, es sollte eine Regel geben. Man sollte keine unbegrenzte Zeit haben. Ich denke, für unseren Sport ist es schwierig, so lange auf den nächsten Ballwechsel zu warten“, erklärte der Lokalmatador nach dem verlorenen Finale.

Tennis: Regelung lässt Ermessensspielraum zu

Zwar gilt vor dem ersten Aufschlag die klare Anweisung, dass Akteure nach der Spielstands-Ansage des Schiedsrichters nur 25 Sekunden Zeit haben, jedoch ist die Regelung bezüglich des zweiten Aufschlags etwas schwammig. Diese besagt lediglich, dass der Aufschlag „ohne Verzögerung“ auszuführen sei, jedoch wird das je nach Ermessen des Schiedsrichters unterschiedlich gehandhabt.

Zwar musste Zverev während des Endspiels eine Verwarnung hinnehmen, jedoch änderte sich wenig daran, dass sich der gebürtige Hamburger oftmals reichlich Zeit ließ. „Sascha bounced den Ball so oft, das bringt dich raus“, monierte auch Vater und Trainer Bryan Shelton, der bei ESPN zu Gast war.

US Open: Shelton diskutiert mit Schiedsrichterin Veljovic

Derweil lieferte sich Ben Shelton auf dem Court Diskussionen mit Stuhlschiedsrichterin Marijana Veljovic. Diese habe dem US-Amerikaner mitgeteilt, dass er sich vor dem Aufschlag des Gegners früher bereitmachen solle.

„Ich werde nicht 30 Sekunden lang in einer Position mit angewinkelten Knien und angespanntem Körper verharren, während ich warte. Wenn er den Ball 20 bis 25 Mal aufprallen lässt, sollte ich nicht einfach nur da warten müssen“, setzte sich Shelton zur Wehr.

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US Open: Khachanov im Halbfinale genervt von Zverev

Bereits im Vorfeld des Finals hatte Zverev mit seiner Routine für Wirbel gesorgt. „Das nervt nicht nur mich, sondern natürlich viele Spieler, weil es so viel Zeit kostet“, moserte Halbfinal-Gegner Karen Khachanov. „Man weiß gar nicht, wie man sich auf den Aufschlag vorbereiten soll“, machte er deutlich und schlug damit einen ähnlichen Tenor an wie Shelton.

Zverev selbst hatte bereits vor dem Duell mit Khachanov aus einer in Social Media kursierenden Statistik erfahren, dass er den Ball bei den US Open bereits 12.000 Mal aufspringen lassen habe. Diesen Fakt nahm er jedoch mit Humor hin. „Das ist ziemlich lustig“, befand er. Zudem stellte er klar, dass es sich dabei um keine böse Absicht handle.

Zverev ist nicht der erste Tennis-Star, der mit „Zeitspiel“-Vorwürfen konfrontiert wird. Die spanische Tennis-Ikone Rafael Nadal hatte beispielsweise eine ähnliche Vorliebe dafür, den Ball vor dem Aufschlag zahlreiche Male prallen zu lassen – und sorgte damit regelmäßig für Aufsehen.