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Halbfinale! Zverevs zwei Gesichter

Halbfinale! Zverevs zwei Gesichter

Alexander Zverev steht im Halbfinale des ATP-Turniers in München. Nach einem Match, in dem er zwei Gesichter zeigt.
Alexander Zverev lief bei seinem Achtelfinale bei den BMW Open in München in einem Trikot von Michael Olise auf. Am Freitag erklärte die Nummer drei der Weltrangliste den Grund dahinter.
Alexander Zverev steht im Halbfinale des ATP-Turniers in München. Nach einem Match, in dem er zwei Gesichter zeigt.

Alexander Zverev stand in T-Shirt und Trainingshose vor dem altehrwürdigen Clubhaus des MTTC Iphitos und machte ein äußerst zufriedenes Gesicht. „Das war wahrscheinlich mein bestes Sandplatzmatch in diesem Jahr“, sagte er nach dem Dreisatzsieg gegen Francisco Cerúndolo aus Argentinien im Viertelfinale des ATP-Turniers in München. „Es geht in die richtige Richtung“, betonte er, und ja, ergänzte er in seiner Rolle als Titelverteidiger, „ich hoffe, dass ich am Sonntag hier wieder mit dem Pokal stehen kann.“

Zuvor aber trifft Zverev im Halbfinale am Samstag (ab 13.30 Uhr) auf Flavio Cobolli. Der 23 Jahre alte Italiener ist aktuell die Nummer 16 der Weltrangliste und in München an Nummer vier gesetzt. Und, so weiß der Hamburger aus den bislang zwei Duellen, „er ist ein wilder Spieler“.

Zverev nimmt die Challenge an

Von daher: „Es wird eine Challenge sein.“ Zverev aber geht sie gelassen an. „Ich muss mir selbst vertrauen. Wenn ich mein Spiel spiele, kann ich nachts gut schlafen.“ Und außerdem: Beide Duelle mit Cobolli hat er gewonnen.

Zverevs 5:7, 6:0, 6:2 gegen den in der Weltrangliste auf Position 19 geführten Cerúndolo schien ihm nur vorübergehend schlaflose Nächte bereiten zu können – aber kurios war es allemal.

Zverev dominiert nach erstem Satz

Der an Nummer eins gesetzte Turniersieger von 2017, 2018 und 2025, der mit einem vierten Titel zum Rekord-Champion in München werden kann, schlug im ersten Satz zum 5:1 auf, ehe ihm das Match plötzlich entglitt. „Da hat er unglaublich gespielt, da konnte ich wenig machen“, sagte er über Cerúndolo, „aber ich wusste, wenn ich so weiterspiele, werde ich meine Chancen bekommen.“

Er bekam sie, und tatsächlich dominierte Zverev nach dem verlorenen ersten Satz das Match beinahe nach Belieben, ehe er nach 2:15 Stunden endlich jubeln durfte. Trotz des kuriosen Verlaufs im ersten Durchgang „war ich zufrieden mit meinem Level“, behauptete der 28-Jährige. Gut, vielleicht habe er anschließend „einen Tick besser gespielt“ und Cerúndolo „einen Tick kürzer, und ich war dann deshalb der Spieler, der das Match dominiert hat“.

Hält die Serie gegen Cobolli?

Als erster Spieler auf der ATP-Tour steht Zverev in diesem Jahr nun zum fünften Mal in einem Halbfinale, einmal häufiger als Jannik Sinner (Italien) und Carlos Alcaraz (Spanien) – allerdings: Im Gegensatz zur Nummer eins und der Nummer zwei der Welt hat der Dritte im ATP-Ranking in diesem Jahr auch noch keinen Sieg in der Runde der letzten vier und damit keinen Turniersieg vorzuweisen.

Seinen kommenden Gegner hat Zverev beide Male im vergangenen Jahr bezwungen, beide Male ohne Satzverlust. Zunächst in der dritten Runde der French Open, also auf Sand. Danach im Viertelfinale von Halle/Westfalen auf Rasen.

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