Alexander Zverev steht beim ATP-Masters in Madrid im Viertelfinale. Der deutsche Tennisstar setzte sich zu später Stunde in der Runde der letzten 16 gegen den Tschechen Jakub Mensik mit 6:4, 6:7 (4:7), 6:3 durch, um 1.21 Uhr verwandelte der Weltranglistendritte seinen ersten Matchball mit einem Ass und riss die Arme nach oben. Körperliche Probleme wie im Match zuvor waren bei Zverev nicht ersichtlich.
Madrid: Zverev siegt im Nacht-Krimi
Zverev siegt im Nacht-Krimi
Auf dem Platz sagte er: „Physisch bin ich immer noch ein bisschen angeschlagen.“ Es sei „schwierig“ gewesen, die Höhe – Madrid liegt fast 700 Meer über dem Meer – sei dem starken Aufschläger Mensik entgegengekommen. „Daher bin ich glücklich über das Match und den Sieg“, sagte Zverev.
Im Duell um den Einzug ins Halbfinale bekommt es Zverev mit Flavio Cobolli zu tun. Der an Position zehn gesetzte Italiener hatte den Hamburger zuletzt beim Turnier in München in der Vorschlussrunde mit einer überragenden Leistung ausgeschaltet. Die beiden Duelle zuvor hatte Zverev gewonnen.
„Er ist ein sehr, sehr guter Spieler, gerade in der Form seines Lebens“, meinte der Deutsche: „Aber wenn ich gut spiele, finde ich, dass ich auch ein guter Tennisspieler bin. Es wird sicher ein interessantes Match.“
Sandkorn bremst Zverev nicht
Nachdem er in der Runde zuvor gegen den Franzosen Térence Atmane noch über körperliche Probleme geklagt hatte, wirkte Zverev im ersten Duell mit dem 20-jährigen Mensik auf der ATP-Tour erholt – trotz des späten Beginns um 23.03 Uhr. Zverev sicherte sich sofort ein Break, das zum Gewinn des ersten Durchgangs reichte.
Im zweiten Satz entwickelte sich das erwartet schwere Match, der an Position 23 gesetzte Tscheche brachte vor allem seine Aufschlagsspiele konsequent durch und agierte auch im Tie Break offensiver.
Im dritten Durchgang hatte Zverev kurzzeitig mit einem Sandkorn im Auge zu kämpfen, holte dann beim Stand von 4:3 aber das entscheidende Break.
Vorbereitung auf French Open: Dritter Titel in Madrid?
In den vergangenen drei Jahren war Zverev stets im Achtelfinale gescheitert. 2022 hatte der Hamburger das Finale erreicht, seinen dritten Titel in der Caja Magica nach 2021 und 2018 aber verpasst. In Madrid bereitet sich der Tokio-Olympiasieger auf den Sandplatz-Höhepunkt French Open (24. Mai bis 7. Juni) vor.
In einem möglichen Halbfinale würde Zverev diesmal nicht auf den Weltranglistenersten Jannik Sinner treffen. Der Italiener gewann bisher alle drei Masters-Turniere, auf dem Weg dahin besiegte er Zverev jeweils in der Vorschlussrunde.
In Madrid wäre ein Aufeinandertreffen erst im Finale möglich, nachdem Carlos Alcaraz als Nummer zwei des Rankings seine Teilnahme verletzungsbedingt abgesagt hatte.