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McEnroe über Zverevs Chancen: "Findet momentan keinen Weg"

Zverev? „Findet keinen Weg“

Der US-Amerikaner McEnroe sieht Jannik Sinner aktuell weit enteilt, macht Alexander Zverev aber dennoch Hoffnung.
Steht selbst noch manchmal auf dem Court: John McEnroe
Steht selbst noch manchmal auf dem Court: John McEnroe
© GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID/SAM HODDE
Der US-Amerikaner McEnroe sieht Jannik Sinner aktuell weit enteilt, macht Alexander Zverev aber dennoch Hoffnung.

Ein Finalsieg von Alexander Zverev gegen Jannik Sinner bei den French Open? Das kann sich auch Tennis-Legende John McEnroe derzeit nur schwer vorstellen – trotz der positiven Entwicklung, die er dem Deutschen attestiert. „In seinem Kopf findet er momentan keinen Weg, wie er gegen Sinner spielen sollte. Das geht aber auch allen anderen so“, sagte McEnroe der Sport Bild über Zverevs Chancen in Paris.

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„Aktuell ist es am wahrscheinlichsten, dass man Sinner nur dann schlagen kann, wenn ihm die Hitze wegen seiner helleren Haut Probleme bereitet oder etwas Unvorhergesehenes wie eine Verletzung passiert“, führte der siebenmalige Grand-Slam-Sieger aus den USA aus.

Zverev hatte sich kürzlich im Gespräch mit McEnroe bei TNT etwas optimistischer geäußert. „Es ist kein Geheimnis, dass Jannik das Beste spielt. Aber ich glaube es und ich muss es glauben, dass ich ihn schlagen kann. Wenn ich die Person auf dem Court bin, die ich sein möchte, dann habe ich zumindest Chancen“, sagte Zverev, der am Mittwochabend in seinem Zweitrundenmatch auf den Tschechen Tomas Machac trifft.

Zverev mit Chancen in Paris?

McEnroe sieht Zverevs Entwicklung dennoch positiv. Im Halbfinale der Australian Open gegen Carlos Alcaraz (2:3) habe der Hamburger „möglicherweise die beste Leistung seiner Karriere“ gezeigt. „Er hatte Pech, dass er nicht gewonnen hat. Aber Zverev hat so hart gekämpft, wie ich es jemals bei ihm gesehen habe“, sagte McEnroe, der Zverev weiterhin den fehlenden Major-Titel zutraut. „Es sah danach so aus, als sei das Fenster geschlossen. Aber durch die Verletzung von Alcaraz könnte es jetzt wieder etwas geöffnet sein.“

McEnroe stellte sich außerdem im Preisgeld-Disput mit den Turnierverantwortlichen von Roland Garros hinter die Spieler, zudem kritisierte er die heutige Bedeutung des traditionsreichen Nationalmannschafts-Events im Tenniskalender. Der Davis Cup habe ihm früher „sehr viel bedeutet“, sagte er: „Heute ist der allen komplett egal. Das ist eine Schande. Da frage ich mich, ob man den überhaupt noch fortsetzen sollte.“