Tischtennis-Bundesligist Werder Bremen tritt nach der vorzeitigen Final-Four-Qualifikation gestiegenen Erwartungen seines Anhangs für den anstehenden Endspurt der regulären Saison entgegen. Trotz nur zwei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Düsseldorf sieht sich die Überraschungsmannschaft der Saison auf Rang zwei vor den letzten vier Punktspielen im Rennen um den wichtiger gewordenen Hauptrundensieg nur als Außenseiter.
Tischtennis: Werder vermeidet Kampfansage an Rekordmeister
Werder vermeidet Kampfansage
„Um ernsthaft von Platz eins sprechen zu können, ist unser Restprogramm zu schwer“, sagte Trainer Cristian Tamas auf der Vereinshomepage.
Heimbonus kein Freifahrtschein
Auch vom Heimvorteil am Freitag (19.00 Uhr) im Gipfeltreffen mit Düsseldorf lassen sich die Hanseaten nicht zu einer Kampfansage in Richtung des Rekordmeisters verleiten. „Wir können nicht Erster werden, wenn wir nicht alle vier Spiele gewinnen“, erklärte auch Teammanager Sascha Greber, „aber die letzten vier Aufgaben sind unheimlich schwer.“
Vor dem Duell mit Düsseldorf tritt Bremen am Dienstag (19.00 Uhr/beide Dyn) bei Borussia Dortmund an. Nach der Osterpause reist Bremen noch zum drittplatzierten Champions-League-Gewinner 1. FC Saarbrücken-TT um Superstar Fan Zhendong, ehe zum Hauptrunden-Abschluss noch ein Heimspiel gegen den Post SV Mühlhausen auf dem Plan steht.
Werder hatte in der ersten Saisonhälfte auf dem Weg zur Herbstmeisterschaft sowohl in Düsseldorf (3:0) als auch gegen Saarbrücken (3:2) gewinnen können. „Wir werden versuchen“, sagte Tamas weiter, „diese Spiele zu gewinnen und dann sehen, wo wir stehen.“
Final-Four-Premiere: Tabellenführer darf Halbfinal-Gegner wählen
In Verbindung mit der Einführung des Final-Four-Formats (30./31. Mai) anstelle des bisherigen Playoff-Semifinals wertete die TTBL vor Saisonbeginn auch Platz eins auf. Die erfolgreichste Mannschaft der Punktrunde darf als Bonus ihren Gegner für das Halbfinale am Tag vor dem Endspiel aus dem Trio der übrigen Teilnehmer wählen.
Damit könnte sich der Hauptrunden-Gewinner möglicherweise schon entscheidende Vorteile im taktischen Bereich sichern. Den zweiten Finalisten ermitteln die beiden verbleibenden Endrundenteilnehmer.