Transferticker: Geht Stiller?
Droht dem VfB Stuttgart erneut der Abschied eines absoluten Leistungsträgers? Nachdem im vergangenen Sommer unter anderem Kapitän Waldemar Anton und Top-Torjäger Serhou Guirassy die Schwaben gen Dortmund verlassen hatten, haben auch Angelo Stiller und Enzo Millot das Interesse anderer Klubs geweckt.
Angesprochen auf einen möglichen Wechsel von Mittelfeld-Stratege Stiller reagierte VfB-Cheftrainer Sebastian Hoeneß allerdings entspannt. „Diese Befürchtung habe ich nicht. Angelo hat mit seiner Verlängerung ein klares Zeichen gesendet, unabhängig davon habe ich nicht das Gefühl, dass er wechseln möchte“, schilderte Hoeneß im Gespräch mit dem kicker.
Stiller hatte erst Ende Januar bis Sommer 2028 verlängert, sich allerdings eine Ausstiegsklausel in sein Arbeitspapier hineinschreiben lassen. Hoeneß ist sich sicher: „Er weiß genau, dass er hier an einem sehr guten Ort ist, um sich weiterzuentwickeln.“
Bezüglich eines Verbleibs von Enzo Millot zeigte sich der VfB-Coach weniger zuversichtlich. „Bei Enzo muss man abwarten, was der Sommer bringt. Er muss für sich entscheiden, wie sein Weg weitergehen soll. Hier ist er Stammspieler und ein wichtiger Faktor, das zeigen seine Einsätze.“
+++ Holt Bayern dieses Toptalent? +++
Verletzungssorgen plagen den FC Bayern aktuell auf der Verteidigerposition, und mit dem ausgewechselten Hiroki Ito könnte beim 3:2-Sieg gegen den FC St. Pauli ein weiterer Name auf die Liste gekommen sein.
Für diese Saison muss Trainer Vincent Kompany kreative Lösungen finden, für die kommende Saison soll der deutsche Rekordmeister aber unabhängig davon nach Verstärkung für die Abwehr Ausschau halten.
Wie die Bild berichtet, steht dabei Dean Huijsen auf der Liste möglicher Bayern-Neuzugänge. Den Münchnern war bereits 2022 Interesse am Innenverteidiger des AFC Bournemouth nachgesagt worden.
Laut des Berichts soll der erst 19-Jährige eine Ausstiegsklausel in Höhe von 60 Millionen Euro in seinem bis Sommer 2030 gültigen Vertrag haben.
Der Sohn des niederländischen Ex-Profis Donny Huijsen hat jüngst etwas überraschend sein Debüt für die spanische Nationalmannschaft gegeben - und das ausgerechnet im Nations-League-Viertelfinale gegen die Niederlande, für die er ebenfalls hätte auflaufen können.
Doch der 1,97 Meter große Abwehrspieler, dessen Markwerkt sich nach Angaben von transfermarkt.de auf 42 Millionen Euro beläuft, hat sich für Spanien entschieden.
+++ Bellingham-Bruder in die Bundesliga? +++
RB Leipzig zeigt offenbar Interesse an Jobe Bellingham, dem jüngeren Bruder von Ex-BVB-Star Jude Bellingham. Nach Informationen von Sky haben die Sachsen bereits erste Gespräche mit dem 19 Jahre alten Mittelfeldspieler des englischen Zweitligisten AFC Sunderland geführt.
Aktuell sei eine Verpflichtung jedoch noch „zu teuer“. Bellingham steht bei Sunderland noch bis 2028 unter Vertrag, ein Wechsel im Sommer wird jedoch immer wieder thematisiert.
Die Konkurrenz um den Youngster ist groß: Neben Leipzig sollen laut Sky auch Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen die Entwicklung des Talents verfolgen.
Aus der Premier League werden Crystal Palace und Tottenham Hotspur als Interessenten genannt. Zuletzt wurden auch Manchester United und Brentford mit Bellingham in Verbindung gebracht.
Der talentierte Mittelfeldspieler ist in dieser Saison mit vier Toren und drei Vorlagen in 34 Championship-Spielen für die „Black Cats“ ein Leistungsträger. Zuletzt überzeugte er auch in der englischen U21-Nationalmannschaft mit einer Vorlage beim 4:2-Sieg gegen Portugal.
++++ Bayern will wohl noch einen Torwart holen +++
Manuel Neuer spielt noch mindestens eine weitere Saison beim FC Bayern, Alexander Nübel kehrt ab 2026 nach München zurück und auch Jonas Urbig und Daniel Peretz besitzen langfristige Verträge beim deutschen Rekordmeister. Dazu soll Sven Ulreich vor einer Vertragsverlängerung stehen.
Auf der Torhüter-Position scheint der FC Bayern gut aufgestellt zu sein, dennoch sollen die Münchner einen weiteren Keeper ins Visier genommen haben. Wie der englische Telegraph berichtet, bereite der FCB ein Angebot für den niederländischen Nationaltorhüter Bart Verbruggen vor. Der 22-Jährige steht beim englischen Erstligisten Brighton & Hove Albion noch bis 2028 unter Vertrag.
Laut des Berichts sollen die Bayern in Verbruggen eine langfristige Lösung für die Nachfolge Neuers sehen. Der Niederländer spielte in bislang 57 Premier-League-Spielen 14-mal zu Null - und sein Preisschild soll sich nach Angaben der englischen Zeitung in sich haben.
Bis zu 70 Millionen Euro würde Bayern für Verbruggen auf den Tisch legen müssen, damit würde der 22-Jährige zum zweitteuersten Torhüter aller Zeiten werden. Lediglich der FC Chelsea zahlte 2018 mit rund 80 Millionen Euro für Kepa Arrizabalaga noch mehr für einen Keeper.
+++ Bayern-Konkurrenz bei Woltemade? +++
Spätestens mit seiner Gala gegen die spanische U21-Nationalmannschaft hat sich Nick Woltemade in den Fokus vieler Topvereine in Europa gespielt.
Allerdings haben die Münchner laut einem Bericht der Zeitung Konkurrenz aus England bekommen. Die Premier-League-Vereine FC Everton und Brighton & Hove Albion sollen ebenfalls starkes Interesse an dem Stürmer haben.
Demnach haben zuletzt von beiden Klubs mehrfach Scouts live im Stadion bei den Spielen des VfB Stuttgart zugesehen. Vor allem Brighton & Hove dürfte eine spannende Option für Woltemade sein. Der Verein ist aktuell Tabellensiebter und wird von dem deutschen Trainer Fabian Hürzeler betreut. Zudem spielt Brajan Gruda bereits dort. Mit dem Ex-Mainzer zaubert der Angreifer regelmäßig in der deutschen U21-Auswahl.
Vor allem das Interesse von Brighton soll sich nach Woltemades U21-Dreierpack gegen Spanien (3:1) am Dienstagabend noch einmal intensiviert haben. Der Verein soll intern über den Stürmer bereits diskutieren.
+++ 70 Millionen für Schlotterbeck? +++
Der französische Spitzenklub Paris Saint-Germain soll nach Informationen der Bild „großes Interesse“ an einer Verpflichtung von Nico Schlotterbeck haben. Wie die Boulevardzeitung berichtet, könnte ein möglicher Transfer Borussia Dortmund rund 60 bis 70 Millionen Euro in die Kassen spülen.
Schlotterbeck habe die Verantwortlichen der Franzosen der Meldung zufolge schon in der vergangenen Saison beeindruckt, als er in den beiden Halbfinals der Champions League mit starken Leistungen mitverantwortlich dafür war, dass Paris letztlich den Kürzeren zog. Aber auch die zuletzt guten Nations-League-Spiele gegen Italien sollen eine Rolle spielen.
Die Dortmunder möchten den 25-Jährigen eigentlich nicht abgeben. Ein Mega-Angebot könnte aber zu einem Umdenken führen. PSG wiederum hat Bedarf in der Innenverteidigung, weil Kapitän Marquinhos in die Jahre gekommen ist und Presnel Kimpembe nach einer Verletzung nie wieder zu alter Form gefunden hat. Daher soll der BVB-Star langfristig Teil der Abwehrzentrale werden.
Schlotterbeck, der beim nach wie vor kriselnden BVB zu den wenigen Spielern gehört, die konstant gute Leistungen auf den Platz bringen, wurde in den vergangenen Wochen mit mehreren Topklubs in Verbindung gebracht.
Unter anderem sollen der FC Arsenal, der FC Liverpool, Newcastle United, Real Madrid und der FC Barcelona an ihm interessiert sein. Sein Vertrag in Dortmund läuft bis 2027.
+++ VfB verpasst Woltemade wohl Rekord-Preisschild +++
Der FC Bayern hat wohl ein Auge auf Nick Woltemade geworfen. Der U21-Nationalspieler könnte als Backup-Stürmer für Harry Kane verpflichtet werden. Wie die Bild erfahren haben will, soll der Rekordmeister bereits Kontakt zum 23-Jährigen aufgenommen haben.
Der gebürtige Bremer würde allerdings teuer werden, wie die Zeitung weiter berichtet. Die Stuttgarter sollen aber wohl erst ab einer Rekordsumme von 40 Millionen Euro bereit sein, den Nachwuchsnationalspieler ziehen zu lassen - ein Novum für den VfB, denn zuvor hat noch kein Spieler die Schwaben für solch eine Summe verlassen. Der teuerste Abgang war bisher Benjamin Pavard, der 2019 für rund 35 Millionen zu den Bayern wechselte.
Woltemade spielt beim VfB Stuttgart eine starke Saison und überzeugt mit seiner überragenden Leistung. Bereits zwölf Tore und drei Vorlagen kann er verbuchen. Sein Vertrag beim VfB läuft noch bis zum Sommer 2028 und soll keine Ausstiegsklausel enthalten. Dementsprechend müssten die Bayern tief in die Tasche greifen, um den Youngster zu verpflichten.
In Stuttgart soll Woltemade momentan rund 1,5 Millionen Euro verdienen. Sollte er nach München gehen, würde ein demnach Vielfaches seines derzeitigen Gehalts einstreichen.
Auch in der Nationalmannschaft läuft es rund für den 1,98 großen Stürmer. Im U21-Testspiel der Deutschen gegen Spanien feierte er seinen ersten Dreierpack für die Nationalmannschaft und schoss die DFB-Nachwuchself zum 3:1-Sieg.
+++ BVB will wohl Moukoko loswerden +++
Youssoufa Moukoko hat es aktuell alles andere als einfach. Im vergangenen Sommer wurde er vom BVB via Leiha nach Nizza abgegeben. Die erhoffte Spielzeit bekam der 20-Jährige aber auch in Frankreich nicht, so kommt er nur auf 199 Einsatzminuten in der Liga, in denen er zwei Tore erzielte. Zuletzt kam er Anfang Februar für eine Minute gegen Toulouse zum Einsatz.
Der Ligue-1-Klub hat dementsprechend kein Interesse, die Kaufoption über 15 Millionen zu ziehen, doch auch bei den Schwarz-Gelben ist Moukoko offenbar nicht mehr willkommen. Laut Bild soll der Stürmer, der mit 8,5 Millionen zu den Topverdienern gehört, nach seiner Rückkehr zügig runter von der Gehaltsliste.
Demnach sei Sportdirektor Sebastian Kehl froh, wenn sich für den Angreifer ein neuer Klub findet. Moukoko könnte dann auch zum Schäppchenpreis gehen. Von seinem einst höchsten Marktwert, 30 Millionen Euro im Jahr 2022, ist er mit einem aktuellen Wert von zehn Millionen ohnehin weit entfernt.
Moukoko wurde zuletzt übrigens nicht einmal mehr für die U21-Nationalmannschaft nominiert, für die er in der Vergangenheit in 15 Spielen 13 Mal traf.
+++ DFB-Talent zu Bayer? +++
Bedient sich Bayer Leverkusen bei der AC Milan? Dass Abwehrchef Jonathan Tah die Leverkusener im Sommer wohl ablösefrei gen Barcelona verlässt, gilt als wahrscheinlich. Jetzt hat Xabi Alonso wohl schon einen Blick auf einen potenziellen Nachfolger geworfen, wie die Sport Bild berichtet.
Dabei handelt es sich um DFB-Nationalspieler Malick Thiaw. Der 23-Jährige spielt nach seinem Wechsel vom FC Schalke 04 seit 2022 bei Milan und ist bei den Rossoneri gesetzt. Jetzt bahnt sich wohl eine Rückkehr in die Bundesliga an.
Für den Innenverteidiger wäre wohl eine Ablöse von rund 25 Millionen Euro fällig. Die gleiche Summe nimmt Leverkusen wohl für Odilon Kossounou ein, der aktuell an Atalanta Bergamo verliehen ist. Bergamo hat im Sommer eine Kaufoption und plant wohl, diese zu ziehen.
Der Vertrag von Thiaw läuft im Sommer 2027 aus. Die Werkself soll Thiaw, der bereits in der E-Jugend für Leverkusen kickte, wohl auch schon beim Champions-League-Spiel von Milan gegen Feyenoord Rotterdam beobachtet haben - Profi-Boss Kim Falkenberg wurde in San Siro gesehen.
In Leverkusen könnte sich Thiaw dann auch wieder für die Nationalmannschaft empfehlen. Unter Julian Nagelsmann machte der gebürtige Düsseldorfer noch kein Länderspiel. Mit Blick auf die WM 2026 will sich Thiaw in den Vordergrund spielen - um wieder in die DFB-Elf zurückzukehren.