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"Das ist für den Verein ein Armutszeugnis"

Upamecano? Hamann verurteilt Bayern

Der Poker um einen neuen Vertrag von Dayot Upamecano zieht sich sehr lange hin. Dietmar Hamann ist von der Vorgehensweise des FC Bayern entsetzt.
Der FC Bayern hat sein Nachwuchstalent Felipe Chavez abgegeben, während Ex-Profi Bouna Sarr einen neuen Verein findet. Den größten Coup am Deadline Day landet RB Leipzig mit Brajan Gruda.
Der Poker um einen neuen Vertrag von Dayot Upamecano zieht sich sehr lange hin. Dietmar Hamann ist von der Vorgehensweise des FC Bayern entsetzt.

Dietmar Hamann hat die Verantwortlichen des FC Bayern München für deren Verhalten im Verlängerungspoker mit Dayot Upamecano hart kritisiert.

„Die Bayern sind Beifahrer bei den Verhandlungen. Die werden von den Beratern am Nasenring durch die Manege geführt“, sagte der Fußball-Experte bei Sky und verwies dabei auch auf frühere Vertragsverhandlungen mit Alphonso Davies und Leroy Sané.

So müsse der Rekordmeister aufpassen, dass er nicht komplett sein Gesicht verliere. Die Fans seien zudem mehr und mehr gegen den Abwehrspieler aufgebracht.

Hamann: „Upamecano hat nichts falsch gemacht“

Trotzdem nahm Hamann den Franzosen in Schutz: „Upamecano hat nichts verkehrt gemacht. Der hat vom Verein ein Angebot und der Verein hat das laufen lassen seit Wochen und Monaten. Solange der Verein keine Deadline setzt, muss er sich nicht entscheiden.“ (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)

Als wenig später in der Sendung enthüllt wurde, dass der FC Bayern zwischenzeitlich das Verlängerungsangebot zurückgezogen hatte und Upamecano nun trotzdem verlängern soll, konnte Hamann seinen Unmut nicht zurückhalten.

„Das ist für den Verein ein Armutszeugnis, wenn das so gewesen sein sollte. Eine größere Schwäche kann ein Verein doch nicht zeigen“, betonte der 52-Jährige. Geht es nach Hamann, hätte der FCB seinem lange zögernden Spieler ein neues, weniger attraktives Angebot unterbreiten sollen.

Upamecanos Vertrag beim FC Bayern läuft im kommenden Sommer aus. Dem Rekordmeister war im Laufe des zähen Vertragspokers mit dem Franzosen auch Interesse an einer Verpflichtung von Nico Schlotterbeck nachgesagt worden.