Eigentlich scheint die Sache klar: Yann Aurel Bisseck hat noch bis 2029 Vertrag in Mailand. Doch dass er bald woanders seine Fußballschuhe schnürt, ist nicht unwahrscheinlich.
Eine Spur führt nach München
Eine Spur führt nach München
Nach dem Gewinn des Doubles in Italien sind einige Klubs auf den 25-Jährigen aufmerksam geworden. Von deutschen Experten wie Toni Kroos oder Michael Ballack wurde er in der Vergangenheit schon häufiger gelobt.
Ein Detail könnte jetzt zukunftsweisend sein – und zwar in Richtung München. Dass der FC Bayern Bisseck schon länger auf der Liste hat, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. SPORT1 berichtete darüber bereits im Februar. Auffällig in diesem Zusammenhang: Der Innenverteidiger hat sich vor Kurzem einen namhaften Berater in sein Team geholt.
Bisseck-Berater hat exzellente Kontakte zum FC Bayern
Es handelt sich um Giovanni Branchini. Der Italiener ist eine Ikone im europäischen Fußball und betreute bereits Superstars wie den Brasilianer Ronaldo, Romario und Clarence Seedorf. Zudem verfügt er seit Langem über exzellente Kontakte zum deutschen Rekordmeister und half einst diskret dabei mit, Pep Guardiola als Trainer an die Säbener Straße zu lotsten. In der frisch zu Ende gegangenen Saison konnte man ihn vereinzelt bei Spielen des FCB im Stadion erspähen.
Bringt dieser Berater jetzt also Bisseck zu Bayern? Die Möglichkeit besteht durchaus, schließlich kann sich der Spieler einen Wechsel vorstellen – auch weil er in Italien nur wenig im deutschen Fokus steht. Selbst Toni Kroos bemängelte vor zwei Jahren, dass man als Deutscher im Ausland zu wenig Beachtung finde.
SPORT1-Informationen zufolge ist Bissecks Weg nach München allerdings nicht vorgezeichnet – trotz des Engagements von Branchini. In erster Linie soll der Berater-Fuchs mit Inter in die Verhandlungen gehen und die dortigen Möglichkeiten abklopfen. Hier könnte aber eine gewisse Dynamik entstehen, an deren Ende ein Abschied steht.
Beim FC Bayern herrscht weiter Sparzwang
Der Mailänder Klub liegt bekanntermaßen in den Händen der Investmentfirma „Oaktree Capital“. Naturgemäß sind solche Unternehmen in erster Linie an finanziellem Erfolg interessiert. Angesichts der Tatsache, dass Bisseck 2023 für sieben Millionen Euro nach Italien wechselte und mittlerweile seinen Marktwert mehr als verfünffacht hat, wittert man einen guten Deal. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)
Fakt ist: Sollten die Bayern im Fall Bisseck wirklich Ernst machen, müssten sie zunächst einen Verteidiger verkaufen. In München herrscht schließlich weiterhin ein gewisser Sparzwang.
Kandidaten für einen Abschied sind Hiroki Ito und Minjae Kim. Der Koreaner verfügt über einen gut dotierten Vertrag – hier liegt Sparpotential und in der Führungsriege würde man ihn bei einem passenden Angebot ziehen lassen.
Allerdings herrscht hier keine Einigkeit. Nach SPORT1-Infos hat Kim im Klub auch echte Unterstützer, die ihm eine gute Saison bescheinigen.