Bei der Fußball-Weltmeisterschaft ist Said El Mala zwar nicht dabei, doch ein langweiliger Sommer wird ihm wohl trotzdem nicht bevorstehen. Denn ein möglicher Wechsel des Youngsters nimmt Fahrt auf.
Jetzt nimmt der Poker um Said El Mala Fahrt auf
Neue Entwicklung um El Mala
Schon seit Wochen und Monaten ranken sich Gerüchte um den Offensivspieler. Nun bestätigte Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler eine Transferofferte für El Mala.
Angebot für El Mala – FC-Boss Kessler „gesprächsbereit“
Zwar betonte der 40-Jährige am Dienstagmittag, dass es „keine Tendenz und es auch keine Entscheidung“ gebe, doch Kessler bestätigte nun, dass sich im Poker um El Mala etwas „geändert“ habe. Noch vor knapp zwei Monaten erklärte Kessler immer wieder, dass dem FC kein Angebot für den Youngster vorliege, mit dem sich der Verein beschäftigen müsse.
Das ist nun anders. Dass Vereine vorfühlen, ist nichts Neues, doch jetzt scheint dem FC ein konkretes Angebot vorzuliegen, das die Verantwortlichen ins Grübeln bringt. „Inzwischen sind wir in einer Region angekommen, in der ich gesprächsbereit wäre.“ Um welchen Interessenten es sich handelt, wollte Kessler nicht verraten. Die Kölner erhoffen sich einen Transfererlös von rund 50 Millionen Euro für ihren Shootingstar.
Köln pocht auf maximale Ablöse für El Mala
Denn auch die Verantwortlichen wissen um seinen Wert für den Verein. Dazu kommt, dass El Mala einen langfristigen Vertrag bis 2030 beim FC unterschrieben hat – ohne Ausstiegsklausel. Der FC Brentford wurde immer wieder als Interessent genannt, allerdings lag das Angebot bislang zu weit von den Vorstellungen des FC entfernt. Ob der Premier-League-Klub, bei dem El Mala im kommenden Jahr nicht international spielen würde, nun erneut eine Schippe drauflegt, ist bislang nicht klar.
„Wenn so ein Spieler keinen Markt hat, würde auch irgendwas falsch laufen“, betonte Kessler. Gerade auf dem englischen Markt ist El Mala eine heiße Aktie. „Man muss das nicht auf ein Land reduzieren. (…) Wenn man sich Said auf Datengrundlage anschaut, gibt es vermutlich nur wenige Klubs in Europa, die nicht über ihn stolpern. Ob sie dann in der Lage sind, die Preise zu bezahlen, die sich der 1. FC Köln vorstellt, ist eine andere Frage“, so Kessler.
El Mala könnte Kölns Rekordtransfer werden
Fest steht: El Mala würde bei einem Wechsel im Sommer zum Rekordabgang des FC werden. Bislang ist das Anthony Modeste, der im Sommer 2018 für rund 35 Millionen Euro nach China wechselte. Die FC-Legende Lukas Podolski verließ den Klub als bislang zweitteuerster Spieler der Vereinsgeschichte für 15 Millionen Euro in Richtung FC Arsenal.
„Der Trainer würde sich wünschen, dass er bleibt, weil er ein guter Spieler ist. Ich würde mir ebenfalls wünschen, dass er bleibt. Aber am Ende geht es nicht darum, sich etwas zu wünschen, sondern darum, die beste Entscheidung für den Klub zu treffen“, appellierte Kessler auch an die wirtschaftliche Verantwortung des Vereins.
Die deutsche Fußballnationalmannschaft beginnt am Mittwoch die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft – ohne Said El Mala. Der Kölner kann sich nun voll und ganz auf seine weitere Karriereplanung konzentrieren. Und nach der jüngsten Entwicklung klingt vieles nach einem Abschied aus Köln.