Marc Cucurella steht nach seinem umstrittenen Wechsel vom FC Chelsea zu Real Madrid bei der spanischen Nationalelf im Fokus. Am Donnerstag stellte sich der Linksverteidiger den Fragen der Medien.
Marc Cucurella äußert sich nach umstrittenem Wechsel zu Real
Cucurella äußert sich nach Wechsel
„Es ging alles sehr schnell. Ich bin sehr glücklich über diese neue Etappe“, erklärte Cucurella. Er ergänzte: „In einem Tag hatten wir es erledigt, jetzt kann ich mich auf die WM konzentrieren.“ Und er machte klar, warum: Diese Erfahrung „kann sich vielleicht nicht wiederholen“ – er wolle sie „zu 100 Prozent“ leben.
Real hatte den Deal mit dem FC Chelsea in dieser Woche offiziell gemacht – und tief in die Tasche gegriffen. Für Cucurella fließen laut spanischen Berichten 55 Millionen Euro, über Boni kann die Summe auf 60 Millionen steigen. Der Vertrag läuft über sechs Jahre – der Transfer wurde in weniger als 48 Stunden finalisiert.
Mourinho-Anruf entscheidend
Dass ausgerechnet Real zuschlug, sorgt auch wegen seiner Vergangenheit in Barcelonas Nachwuchs für Diskussionen. Cucurella reagierte gelassen: „Man muss alle Meinungen respektieren.“ Gleichzeitig stellte er unmissverständlich klar: „Wenn Real dich will, ist es sehr schwer, Nein zu sagen.“ Für ihn sei es „der richtige Schritt“ gewesen.
Auch sportlich formulierte er große Ziele – passend zu einem Klub, der Titel erwartet. „Real ist ein Topklub, der Druck wird maximal sein“, sagte Cucurella.
Ein Schlüsselmoment soll zudem der Kontakt mit José Mourinho gewesen sein, der Real künftig trainiert. „Mou hat mich angerufen und gesagt, dass er Lust hat, mit mir zu arbeiten“, berichtete Cucurella. Das Gespräch habe ihm Vertrauen gegeben – und sei bewusst kurz gehalten worden, damit der Fokus bei der WM bleibt. Nach Informationen aus Spanien war Mourinhos Anruf auch beim Abschluss des Blitzdeals ein entscheidender Faktor.
In der Mannschaft spüre er trotz des Transfer-Trubels keinen Bruch: „Alle sind sehr glücklich für mich“, sagte er. Jetzt zählt für ihn nur noch, „am Sonntag“ mit Spanien abzuliefern. Nach dem mauen Start gegen Kap Verde ist das auch Pflicht.