Nach drei Fragen zog Jan-Christian Dreesen das Sakko aus. Fast wirkte der CEO des FC Bayern dabei so, als würde er in den Kampfmodus wechseln. Denn ihm dürfte klar gewesen sein, dass bei seinem Auftritt im Münchner Presseclub auch die eher nervigen Themen angesprochen werden würden – und so kam es natürlich.
Wie der FC Bayern bei Díaz den Spieß umdreht
Wie Bayern bei Díaz den Spieß umdreht
Die Gerüchte um Michael Olise wischte Dreesen lächelnd zur Seite: „Ich habe keine Anrufe aus Madrid erhalten. Und auch keinen Brief und keine Mail, kein Fax“, erklärte er und sagte weiter: „Es ist erstaunlich, was alles verbreitet werden kann, wenn man selbst weiß, was die Wahrheit ist.“ Vielmehr versuchte der Bayern-Boss, den Spieß einfach umzudrehen. Es sei eher ein Kompliment, wenn die eigenen Spieler Interesse wecken – keine Gefahr.
FC Bayern: So ist die Marschroute bei Luis Díaz und Michael Olise
Die Marschroute in der Causa Olise ist also offenkundig – und sie soll auch im Fall von Luis Díaz die richtige sein. Der Kolumbianer wird von der französischen L’Équipe mit Al-Hilal in Verbindung gebracht.
Das seriöse Blatt behauptet sogar, dass Díaz und sein Lager einem Wechsel gegenüber nicht abgeneigt seien. „Das habe ich auch zur Kenntnis genommen, aber auch da gilt: Weder Anrufe noch anderes“, sagte Dreesen auf Nachfrage von SPORT1.
FC Bayern setzt bei Transfer-Gerüchten auf die Medizin der Gelassenheit
Die Medizin der Gelassenheit soll die giftigen Gerüchte vom FC Bayern fernhalten – so wirkt es zumindest. Der bayerische CEO offenbart damit die Relax-Strategie des Klubs.
SPORT1-Infos zufolge ist man sich hinter den Kulissen vollkommen klar darüber, dass man Díaz genauso wenig ziehen lassen wird wie Olise. Für beide Stars gilt absolutes Verkaufsverbot. Man wird auf eine Einhaltung der Verträge pochen. Oder wie es Dreesen am Dienstag sagte: „Da wären wir ja blöd!“
Díaz weg? Bayern müsste alle Pläne über den Haufen werfen
Hinzu kommt, dass die Kaderplanung des FCB überhaupt nicht auf einen schnellen Abschied von Díaz ausgelegt wäre. Man müsste alle Pläne über den Haufen werfen.
Nachdem man auf einen Transfer von Anthony Gordon verzichtet hat (auch weil er für die Münchner zu teuer geriet), hat man sich mit der Rückkehr von Arijon Ibrahimovic für eine günstige Backup-Option für den Kolumbianer entschieden. (NEWS: Alles zum Transfermarkt im SPORT1-Transferticker)
Wie SPORT1 bereits berichtete, stand ohnehin nicht die ganze Führungsriege hinter einer möglichen Gordon-Verpflichtung. Lieber setzt man auf Dauerbrenner Díaz. Daran hat sich nichts geändert und wird sich auch nichts ändern. Die Bayern sind trotz der zur Schau gestellten Gelassenheit jederzeit bereit, in den Kampfmodus zu wechseln.
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