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FC Bayern: Eberls Vorstoß irritiert Ibrahimovic

Eberls Vorstoß irritiert Ibrahimovic

Max Eberl deutet überraschend an, dass Arijon Ibrahimovic den FC Bayern noch kurzfristig verlassen könnte. Beim Spieler sorgen die Aussagen für Irritationen – und könnten einen Transfer sogar erschweren.
Bayerns Sportvorstand Max Eberl lässt bei Arijon Ibrahimovic erklärt, warum es für den Youngster schwer werden könnte. Außerdem erklärt er, warum Sacha Boey bei den Marketing-Terminen fehlt.
Max Eberl deutet überraschend an, dass Arijon Ibrahimovic den FC Bayern noch kurzfristig verlassen könnte. Beim Spieler sorgen die Aussagen für Irritationen – und könnten einen Transfer sogar erschweren.

Hat Max Eberl einem möglichen Transfer von Arijon Ibrahimovic den Stecker gezogen, bevor dieser überhaupt ernsthaft zum Thema wurde? Auf der Pressekonferenz am Donnerstag äußerte sich der Sportvorstand mit Blick auf den Rückkehrer jedenfalls überraschend offensiv.

„Wenn was da ist, was spruchreif ist, was interessant sein kann für beide Beteiligten, dass man dafür dann eben nochmal offen wäre“, erklärte Eberl etwas kryptisch.

Im Klartext: Sollte sich in den letzten Tagen des Transferfensters ein interessierter Klub melden und ein passendes Angebot vorlegen, darf Ibrahimovic gehen.

Eine erstaunliche Wende. Schließlich war der 20-Jährige nach seiner Rückkehr eigentlich fest als Backup für Luis Díaz eingeplant. Nach den Eindrücken der Vorbereitung klingt das nun anders. Man habe erkennen können, erklärte Eberl, „dass es für ihn ein Stück weit schwerer werden könnte“.

FC Bayern: Haben die Eberl-Worte einen unerwünschten Effekt?

Doch das öffentliche Vorpreschen des Sportvorstands könnte kurioserweise genau das Gegenteil dessen bewirken, was sich Eberl wohl verspricht. Denn aktuell deutet wenig darauf hin, dass Ibrahimovic München tatsächlich noch verlassen wird.

SPORT1-Informationen zufolge ist der Spieler von Eberls Aussagen maximal irritiert. Auch sein Berater Roman Rummenigge ist vor den Kopf gestoßen, da ein solch deutliches öffentliches Signal durch den Verein nicht abgesprochen war.

Die Tendenz ist deshalb klar: Ibrahimovic sieht derzeit wenig Anlass, einem kurzfristigen Abschied entgegenzukommen und könnte auf stur stellen. Zumal sein Vertrag erst vor wenigen Wochen bis 2028 verlängert worden war – auch im Glauben daran, beim FC Bayern eine echte Chance auf Spielzeit zu bekommen. Sowohl Trainer Vincent Kompany als auch Sportdirektor Christoph Freund hatten ihm dahingehend – auch öffentlich – positive Signale gegeben.

Bayern generiert Einnahmen durch Talent-Verkäufe

Ein Verkauf würde aber durchaus zur aktuellen Linie der Münchner passen. Mit Jonah Kusi-Asare, Wisdom Mike, Lovro Zvonarek und anderen Akteuren verkauft man derzeit auffällig viele Spieler, die man selbst ausgebildet hat.

Mit Joao Palhinha haben die Bayern zumindest einen prominenten Namen von der Gehaltsliste bekommen – allerdings für vergleichsweise wenig Geld. Eberl und Co. sind also weiterhin gefordert, die Kosten zu senken und Einnahmen zu generieren. Denn Bryan Zaragoza hat man lediglich verleihen können und im Fall von Sacha Boey herrscht vorerst Stillstand.

Ibrahimovic, dessen Marktwert bei rund zehn Millionen Euro liegt, könnte weiteres Geld bringen. Ein Verkauf würde der Bayern-Kasse guttun und die angestrebte schwarze Null in der Transferbilanz näher rücken lassen.

Nur müsste dafür auch der Spieler mitspielen – und das ist aktuell komplett offen.