Der Transfer von Folarin Balogun zum FC Everton ist am Dienstagabend doch noch geplatzt. Laut The Athletic hat sich der US-Amerikaner kurz vor Fristende gegen einen Wechsel unter neu ausgehandelten Vertragsbedingungen entschieden. Der 25-Jährige war zuvor durch den Medizincheck gefallen. Er soll unter Knieproblemen leiden. Everton hatte für die weiteren Verhandlungen, die nach Fristablauf immer noch nicht beendet waren, eine zweistündige Sondergenehmigung von der Premier League bekommen.
WM-Sündenbock verweigert Transfer nach gescheitertem Medizincheck
Irre Transfer-Posse am Deadline Day
AS Monaco und die Toffees hatten sich im Laufe des Deadline Day bereits auf eine Ablösesumme von 45 Millionen Euro – plus fünf Millionen Boni – geeinigt. Nach dem erfolglosen Medizincheck hatten die beiden Mannschaften einen neuen Vertrag für den Stürmer vereinbart. Den akzeptierte Balogun nicht und verließ umgehend das Trainingsgelände an der Merseyside.
Wechsel-Drama führt zu Dominoeffekt
Der gescheiterte Transfer hatte eine Kettenreaktion gestartet, die fast Enzo Fernández Rekordtransfer zu Manchester City verhindert hätte. Der FC Chelsea und die AS Monaco hatten sich am Deadline Day noch auf einen Transfer von Lamine Camara geeinigt. Der 22 Jahre alte Senegalese hätte den Blues eine Ablöse von 55 Millionen Euro gekostet. Nachdem der Balogun-Wechsel so gut wie fix war, hatten sich die Monegassen aber umentschieden, weil sie nicht gleich zwei ihrer Leistungsträger abgeben wollten. Chelsea zeigte sich wegen des plötzlichen Richtungswechsels empört und soll kurz überlegt haben, den Abgang von Enzo Fernández zu verhindern. Camara wäre sein Ersatz gewesen.
Der FC Everton bleibt unterdessen ohne Stürmer, da Beto bereits gegen eine Ablöse von 18 Millionen an den AC Florenz abgegeben wurde. Angesichts des gescheiterten Medizinchecks von Balogun hatten die Toffees noch versucht, Ex-Bayern-Stürmer Joshua Zirkzee per Leihe zu verpflichten. Manchester United war jedoch nicht bereit, Zirkzee so kurz vor der Transferfrist abzugeben, sodass dieser Deal ebenfalls platzte.
Folarin Balogun stand bei der WM im Fokus, weil von seiner Sperre nach einer Roten Karte abgesehen wurde . FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte einen Anruf von US-Präsident Donald Trump bekommen, der ihn gebeten haben soll, die Sperre für das Achtelfinale aufzuheben.
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