Im NBA-Spiel zwischen den Minnesota Timberwolves und den Detroit Pistons (126:104) um den deutschen Point Guard Dennis Schröder ist es in der Nacht auf Montag zu einem handfesten Tumult gekommen, der zur Disqualifikation von fünf Spielern und zwei Trainern führte.
NBA-Eklat um Schröder-Team
Die Partie in Minneapolis wurde in der zweiten Viertel durch die Auseinandersetzung unterbrochen, die sich mit 8:36 Minuten auf der Uhr und einem Spielstand von 39:30 zugunsten der Pistons ereignete.
Technische Fouls und hitzige Wortgefechte
Detroit musste sich von Head Coach J.B. Bickerstaff, Center Isaiah Stewart, Forward Ron Holland II und Guard Marcus Sasser verabschieden. Auf Seiten der Timberwolves wurden Forward Naz Reid und Guard Donte DiVincenzo sowie Assistant Coach Pablo Prigioni des Feldes verwiesen.
Der Tumult begann, als Stewart kurz zuvor ein technisches Foul erhielt, nachdem er DiVincenzo nach einem Pfiff hart angerempelt hatte. Holland wurde dann für ein Foul bestraft, als er Reid den Ball nahe der Grundlinie aus den Händen schlug. Es folgte ein hitziges Wortgefecht zwischen den beiden, woraufhin DiVincenzo sich einmischte und Hollands Trikot packte. Innerhalb kürzester Zeit waren alle zehn Spieler auf dem Feld sowie mehrere Trainer und Betreuer in das Handgemenge verwickelt.
Trainerstreit und prominenter Zuschauer
Während die Spieler voneinander getrennt wurden, gerieten Bickerstaff und Prigioni lautstark aneinander und mussten von Teammitarbeitern auseinandergehalten werden.
Die gesamte Szene spielte sich nur wenige Meter von Alex Rodriguez, dem neuen Besitzer der Timberwolves, entfernt ab. Rodriguez, der das Geschehen von seinem Platz am Spielfeldrand verfolgte, schritt nach der Auseinandersetzung ein und schien Hilfe für einen Fan zu organisieren, der in den Tumult geraten war.
„Die Dinge sind zu weit gegangen“
„Die Dinge sind ein bisschen zu weit gegangen, aber es war gut zu sehen, dass die Jungs zueinander stehen“, sagte Bickerstaff über die Schlägerei.
Schröder, der erneut in der Startformation stand, erzielte mit 11 Punkten und 11 Assists ein Double-Double, Detroit aber konnte den Ausfall seiner drei Stammspieler nicht kompensieren. Insgesamt sprachen die Schiedsrichter zwölf technische Fouls aus, in keinem NBA-Spiel seit März 2005 hatte es mehr gegeben.
Diese hitzige Begegnung zeigt einmal mehr, wie schnell die Emotionen in der NBA hochkochen können und welche Konsequenzen dies für die Beteiligten haben kann. Die Liga wird sicherlich die Vorfälle genau untersuchen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)