NBA>

"Er hat mir ehrlich gesagt, wie es läuft"

„Bin stolz, hier spielen zu dürfen“

Ariel Hukporti hat den Sprung in die NBA geschafft – und läuft für die New York Knicks auf. Im SPORT1-Interview spricht der Center über das Akzeptieren der eigenen Rolle, seine Verbindung zu Isaiah Hartenstein und das Thema Nationalmannschaft.
Der deutsche NBA-Star Ariel Hukporti spricht im Interview über Freund und Mentor Isaiah Hartenstein sowie seine Perspektive in der deutschen Basketball-Nationalmannschaft.
Ariel Hukporti hat den Sprung in die NBA geschafft – und läuft für die New York Knicks auf. Im SPORT1-Interview spricht der Center über das Akzeptieren der eigenen Rolle, seine Verbindung zu Isaiah Hartenstein und das Thema Nationalmannschaft.

NBA, Knicks, Madison Square Garden – Ariel Hukporti hat den Traum vieler Basketballer wahr gemacht und in der laufenden Saison schon über 50 Pflichtspiele in Nordamerika absolviert. Doch wie sieht der Alltag aus, wenn man plötzlich auf der größten Bühne der Welt spielt?

Im SPORT1-Interview spricht der 24 Jahre alte Center über seinen Werdegang, eine Freundschaft mit Mentorrolle und sein Ziel, in die deutsche Nationalmannschaft zu kommen. Zudem verrät Hukporti, wer aus seiner Sicht die härtesten Gegenspieler in der besten Basketball-Liga waren.

SPORT1: Sie sind NBA-Profi bei den legendären New York Knicks, spielen im Madison Square Garden. Wie fühlt sich das an?

Ariel Hukporti: Die Frage hätten Sie mir eher letztes Jahr stellen müssen – inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Aber klar: Es ist ein richtig gutes Gefühl. Ich bin stolz, überhaupt in dieser Position zu sein und hier spielen zu dürfen. Und ich bin dankbar, dass die Knicks mir diese Chance gegeben haben.

NBA: Hukportis Verbindung zu Hartenstein

SPORT1: Isaiah Hartenstein hat ebenfalls für die Knicks gespielt und trug die Nummer 55. Sie haben eine besondere Verbindung. Wie hat er Ihnen geholfen?

Hukporti: Er hat mir ehrlich gesagt, wie es läuft. Vor allem: Du hast deine Rolle – und die musst du annehmen, akzeptieren und voll ausfüllen.

SPORT1: Wie würden Sie Ihr Verhältnis beschreiben? Mentor oder Freund?

Hukporti: So irgendwo dazwischen. Es ist freundschaftlich, aber gleichzeitig hat er auch eine Mentorrolle. Wir könnten genauso gut Teamkollegen in der Nationalmannschaft sein. Ich hoffe, er ist diesen Sommer dabei – wenn nicht, dann eben beim nächsten Mal. Ich kann ihn jederzeit anrufen. Sagen wir: eine Freundschaft mit Mentor-Aspekt.

Deutschland? „War cool zu sehen, wie erfolgreich sie waren”

SPORT1: Stichwort Nationalmannschaft – wie ist der aktuelle Stand?

Hukporti: Der Coach (Alex Mumbru; Anm. d. Red.) war in Brooklyn, wir haben uns ausgetauscht. Für diesen Sommer sieht es gut aus. Ich muss einfach fit bleiben.

SPORT1: Für die Nationalmannschaft aufzulaufen, wäre schon reizvoll, oder?

Hukporti: Auf jeden Fall. Warum nicht? Die Jungs haben zuletzt viel gewonnen – da wäre ich natürlich gern ein Teil davon gewesen.

SPORT1: Wie haben Sie die Erfolge des deutschen Teams der vergangenen Jahre verfolgt?

Hukporti: Ehrlich gesagt war das schwierig. Spiele um vier Uhr morgens schauen und gleichzeitig trainieren – dazu kam noch der Draft. Aber es war cool zu sehen, wie erfolgreich sie waren. Mit Franz (Wagner; Anm. d. Red.) und Tristan (da Silva; Anm. d. Red.) habe ich früher zusammengespielt, vor allem mit Franz schon seit wir 14 oder 15 sind.

SPORT1: Sie gehen in Ihre zweite NBA-Saison. Wann kam der Moment, in dem Sie realisiert haben: Ich bin jetzt wirklich NBA-Spieler?

Hukporti: Beim Draft – ganz klar. Und dann nochmal beim ersten Training.

Härtester NBA-Gegenspieler? Das sagt Hukporti

SPORT1: Wer war bisher Ihr härtester Gegenspieler?

Hukporti: Schwer zu sagen. Vielleicht Joel Embiid, vielleicht Nikola Jokic. Da gibt es einige.

SPORT1: Gibt es Kontakt zu den anderen deutschen NBA-Spielern?

Hukporti:  Klar, auf jeden Fall. Ich habe Kontakt zu Dennis Schröder und den anderen Jungs. Maxi Kleber und Daniel Theis habe ich auch schon getroffen.

SPORT1: Und zu den deutschen Spielerinnen in New York, also Satou Sabally oder Leonie Fiebich?

Hukporti: Nein, da habe ich keinen Kontakt.