Die Minnesota Vikings sorgen für ein Quarterback-Beben: Kyler Murray unterschreibt einen Einjahresvertrag in Minneapolis. Das gab die Franchise am Donnerstag bekannt.
NFL: Vikings verpflichten Quarterback-Star
Vikings verpflichten Quarterback-Star
Der 28-Jährige war am 11. März von den Arizona Cardinals offiziell entlassen worden und erhält in Minnesota lediglich 1,3 Millionen US-Dollar - den Rest seiner garantierten 36,8 Millionen US-Dollar für diese Saison zahlt weiterhin Arizona.
Damit bekommt der frühere Nummer-eins-Pick eine neue Bühne - und die Vikings eine hochkarätige Option als Quarterback. Neben Murray stand dort vor allem J.J. McCarthy, der 2024 an Position zehn gedraftet wurde, im Fokus. Head Coach Kevin O’Connell hatte in der Offseason stets betont, man glaube an McCarthy, ließ sich jedoch nie auf eine Starter-Garantie festlegen.
Die Verantwortlichen um Interims-GM Rob Brzezinski machten deutlich, dass man im Hinblick auf die Saison keine Option ausschließen wolle. Nachdem Sam Darnold und Daniel Jones in der Free Agency 2025 gegangen waren, fehlte zuletzt ein belastbares Sicherheitsnetz hinter McCarthy.
Druck auf McCarthy wächst
Der 23-Jährige stand in zwei Jahren nur zehnmal als Starter auf dem Feld. Verletzungen - unter anderem ein Kreuzbandriss im rechten Knie - warfen ihn immer wieder zurück. Sein Quarterback-Rating von 35,6 in der vergangenen Saison rangierte nur auf Platz 24 unter 26 Quarterbacks mit mindestens zehn Starts.
Murray bringt dagegen reichlich Erfahrung mit. In sieben Spielzeiten bei den Cardinals kam er auf 121 Touchdown-Pässe bei 60 Interceptions sowie 32 Rushing-Touchdowns. Zweimal wurde er in den Pro Bowl gewählt, einmal führte er Arizona in die Playoffs - das Aus kam in der Wild-Card-Runde.
Allerdings war seine Zeit in der Wüste auch von Rückschlägen geprägt. Nach vollständigen Saisons 2019 und 2020 verpasste er immer wieder Spiele, unter anderem nach einem Kreuzbandriss im Dezember 2022. In der vergangenen Spielzeit absolvierte er nur fünf Partien, ehe eine Fußverletzung das erneute Aus bedeutete.
Auch Geno Smith ein Thema
Minnesota hatte sich zwischenzeitlich auch mit Geno Smith beschäftigt. Doch die Las Vegas Raiders tradeten den Routinier noch vor Beginn der Free Agency zu den New York Jets. So rückte Murray auf der Prioritätenliste ganz nach oben.
Für die Vikings ist die Botschaft klar: Der Wettbewerb ist eröffnet. Murray soll McCarthy entweder zu einem deutlichen Leistungssprung treiben - oder selbst als Week-1-Starter aus dem Trainingscamp gehen.