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Skispringen: Eine deutsche Kampfansage

Eine deutsche Kampfansage

Heinz Kuttin, Bundestrainer der Skispringerinnen, spricht vollmundig über die deutschen Olympiachancen. Auch vor der großen Top-Favoritin ist ihm nicht bange.
Die Olympischen Winterspiele 2026 finden in Mailand und Cortina statt. Aber auch andere Orte in Italien werden zum Schauplatz der Wettkämpfe. Hier gibt's alle Austragungsorte im Überblick.
Heinz Kuttin, Bundestrainer der Skispringerinnen, spricht vollmundig über die deutschen Olympiachancen. Auch vor der großen Top-Favoritin ist ihm nicht bange.

Die Generalprobe für Olympia verlief nicht ganz wie erhofft. Beim Heim-Weltcup in Willingen verpassten Deutschlands Skispringerinnen am Samstag nach schwierigen Bedingungen im ersten Durchgang das Podium.

Das Gesamtergebnis von Agnes Reisch (4.), Selina Freitag (5.) und Katharina Schmid (8.) stimmt trotzdem zuversichtlich. Zumal sich zeigte, dass auch Seriensiegerin Nika Prevc schlagbar ist. Die Schwester von Dominator Domen Prevc musste sich überraschend der Norwegerin Eirin Maria Kvandal geschlagen geben.

Olympia? „Für das Podium gut“

Am Rande des Heim-Weltcups sprach Heinz Kuttin über die deutschen Chancen bei Olympia – und richtete eine Kampfansage an die Favoriten. Die Psychospielchen sind eröffnet.

Kuttin über…

… das Abschneiden in Willingen: „Es war unglaublich, wie die Verhältnisse im ersten Durchgang gewechselt haben und wie unsere drei guten Athletinnen vom Pech verfolgt waren. Da bist du chancenlos. Das war ernüchternd. Umso besser war der zweite Durchgang, da waren sie alle sehr kämpferisch und haben noch jeweils einen richtig guten Sprung gemacht.“

… den Austausch zwischen den Sprüngen: „Ich halte das kurz, sehr nüchtern und klar. Zu viel eingreifen in einer Situation, in der du sowieso etwas enttäuscht bist, macht keinen Sinn. Es geht einfach nur darum, nochmal Mut zuzusprechen und dann mit Vertrauen Skispringen – so haben sie es dann auch gemacht."

… die Chancen bei Olympia: „Meine drei guten Athletinnen sind für das Podium gut. Und wenn alles zusammenpasst, dann stehen sie drauf. Und das ist das Ziel bei Olympia. Wir fahren dort hin, um um Medaillen zu kämpfen.

… über die zwei Starterinnen für das Mixed Team: „Wir haben vor Ort noch zwei Trainings, dann den ersten Einzel-Wettkampf. Ich gehe immer vom Optimalen aus und sage: nach dem Wettkampf können wir das Mixed Team aufstellen. Wir haben uns schon Gedanken gemacht, aber entscheiden tun wir es dann.“

… ob Top-Favoritin Nika Prevc bei Olympia zu schlagen ist: „Ja, logisch! Ich denke, dass jede Athletin dort etwas anders agieren wird, denn es geht um Olympia. Die Favoriten sind klar mit der Nika, Nozomi Maruyama und Lisa Eder – und auch unsere drei Mädels sind mit dabei. Es wird sicher sehr spannend werden.“