Auch in einer herausragenden Saison läuft für das deutsche Ski-Ass Emma Aicher nicht jeden Tag alles nach Plan. Nach Platz zwei bei der Abfahrt von Val di Fassa am Freitag erging es ihr einen Tag später bei der zweiten Abfahrt des Wochenendes weniger gut.
"Probleme?" Diese Frage verblüfft Emma Aicher
Diese Frage verblüfft Aicher
Aicher verlor alleine im vierten Sektor 66 Hundertstel und musste sich in Summe mit 1,06 Sekunden Rückstand auf Siegerin Laura Pirovano mit Platz zwölf zufriedengeben.
Aicher: „Hatte ich da gestern Probleme?
Ähnlich holprig wie auf der Strecke lief es für Aicher im Anschluss beim ZDF-Interview. Gleich die erste Anmerkung von Reporterin Amelie Stiefvatter („Das waren die gleichen Probleme, die gleiche Kurve wie gestern“) sorgte bei der 22-Jährigen für Verwunderung.
„Hatte ich gestern da Probleme?“, zeigte sich Aicher verdutzt. Auf die Anmerkung von Stiefvatter, Aicher sei erneut „ausgerutscht“, erwiderte sie schulterzuckend: „Pff, ja wenn du das sagst.“
Verständlich ist die Verwunderung von Aicher durchaus. Immerhin belegte sie im Rennen am Samstag den zweiten Platz - mit nur einer Hundertstelsekunde Rückstand auf Siegerin Pirovano. Mit der sechstbesten Zeit in besagtem Abschnitt waren ihre Probleme wahrlich nicht groß.
Ganz reibungslos ging das Interview auch im Anschluss nicht weiter. „Wie bitte? Ich habe die Frage nicht ganz gehört“, antwortete Aicher, nachdem sie auf ihre neue Rolle als Jägerin in der Abfahrtswertung angesprochen wurde.
Aicher trotz Fehler noch voll im Rennen
Erst dann nahm das Gespräch seinen gewohnten Gang. „Es ist nicht zu Ende, bis alle Rennen gefahren sind. Es war ein dummer Fehler von mir heute, aber das kann man nicht ändern“, zeigte sich die Deutsche zwar verärgert über ihren Patzer, machte aber deutlich, dass sie sich weniger auf die kleine Kristallkugel, sondern ihre eigene Leistung konzentrieren möchte.
Aicher liegt mit 28 Punkten Rückstand auf Laura Pirovano auf dem zweiten Platz in der Disziplinswertung. Die letzte Abfahrt der Saison steigt am 21. März in Lillehammer.