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Neuer Wirbel: FIS lädt Olympiasiegerin aus

FIS lädt Olympiasiegerin aus

Die FIS lädt die frühere Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer vom Kongress in Belgrad aus. Erst vor kurzem gab die Verantwortliche für Spezialprojekte ein aufsehenerregendes Interview.
Alexandra Meissnitzer hat es sich offenbar mit der FIS verscherzt
Alexandra Meissnitzer hat es sich offenbar mit der FIS verscherzt
© IMAGO/GEPA pictures
Lars Hinzberg
Die FIS lädt die frühere Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer vom Kongress in Belgrad aus. Erst vor kurzem gab die Verantwortliche für Spezialprojekte ein aufsehenerregendes Interview.

Ursprünglich sollte die ehemalige Skirennläuferin Alexandra Meissnitzer Ende der Woche am FIS-Kongress in Belgrad teilnehmen. Immerhin ist die österreichische Weltcupsiegerin mittlerweile „Verantwortliche für Spezialprojekte“ beim Ski-Weltverband. Doch nun wurde die 52-Jährige überraschend ausgeladen.

„Ich wurde seitens der FIS gebeten, nicht am FIS-Kongress teilzunehmen, und es wurde mir ein Schreiben übermittelt, das derzeit näher geprüft wird“, wird Meissnitzer von den Salzburger Nachrichten zitiert.

FIS-Ausladung: Kritisches Interview als Auslöser?

Grund für die Ausladung soll ein kürzliches Interview mit dem genannten Medium sein, in dem Meissnitzer die FIS-Führung um Präsident Johan Eliasch kritisiert hatte. „Seit geraumer Zeit erleben wir nur Differenzen und öffentliche Auseinandersetzungen, das ist für mich schwer nachvollziehbar“, hatte sie erklärt. „Wenn nur noch Konfrontation herrscht und der Dialog verloren geht, dann schaut es nicht gut aus. Dann droht wirklich die Spaltung.“

Die FIS erlebt aktuell unruhige Tage. Die Präsidentschaftswahlen, die in Belgrad auf dem Programm stehen, sorgen seit Wochen für Ärger in der Ski-Welt. Der umstrittene Präsident Johan Eliasch strebt eine weitere Amtszeit an, hat aber einige Gegner.

Viele Größen aus der Ski-Szene beziehen aktuell Stellung gegen den englisch-schwedischen Unternehmer, der sich nach fehlender Unterstützung seiner Heimatländer die georgische Staatsbürgerschaft zulegte. So hatten unter anderem Mikaela Shiffrin und Marco Odermatt fehlende Transparenz und Vertrauensbrüche beklagt. Zuletzt war auch noch FIS-Geschäftsführer Urs Lehmann zurückgetreten.

„Die Glaubwürdigkeit der gesamten Organisation hat gelitten“

Meissnitzer sah sich in der Folge zu einem klaren Statement veranlasst: „Die Glaubwürdigkeit der gesamten Organisation hat durch die Ereignisse der letzten Wochen gelitten und so wie es derzeit läuft, scheinen die großen Verbände kein Vertrauen mehr zu haben. Wenn ich das stillschweigend hinnehme, dann käme es einer Zustimmung zu den aktuellen Vorgängen gleich.“

Diese Worte gefielen der FIS-Führung anscheinend überhaupt nicht: Meissnitzer soll noch in der Nacht nach der Veröffentlichung ihrer Aussagen ausgeladen worden sein.