Die Weltverband FIS stellt den bisherigen WM-Rhythmus im Skisport auf den Kopf: Künftig sollen Weltmeisterschaften in jedem Jahr stattfinden, in dem keine Olympischen Spiele ausgetragen werden. Das teilte der Verband nach einem zweitägigen Kongress im schweizerischen Thun in einer Pressemitteilung mit. Damit würde die WM-Frequenz deutlich steigen.
Verband beschließt Revolution bei der Ski-WM
Ski-Revolution offiziell
„Nachdem dem FIS-Vorstand eine vorläufige Machbarkeitsstudie präsentiert wurde, die den Schwerpunkt auf sportlichen Wert, Terminliste sowie kommerzielles und medienrechtliches Potenzial legte, stellte sich der FIS-Vorstand hinter das Konzept, die Häufigkeit der FIS-Weltmeisterschaften zu erhöhen. Das bedeutet, dass Weltmeisterschaften nicht nur alle zwei Jahre in ungeraden Jahren stattfinden, sondern auch in geraden Jahren ohne Olympische Spiele, beginnend ab 2032“, verkündete der Verband. Konkret bedeutet das also entweder Olympische Spiele oder eine Weltmeisterschaft in jedem Jahr ab 2032.
FIS beschließt WM-Änderungen ab 2032
Bislang wurden die Weltmeisterschaften in den FIS-Disziplinen wie etwa im Langlauf im Zweijahres-Takt in den ungeraden Jahren ausgetragen. Mit der Anpassung folgt man nun einem Modell, das im Biathlon schon lange etabliert ist.
Für den FIS steigen damit vor allem die Vermarktungs- und Kommerzialisierungsmöglichkeiten der Events. Für die Athletinnen und Athleten könnte die neue Taktung spürbare Konsequenzen haben. Mehr WM-Starts bedeuten mehr Höhepunkte, aber auch weniger Luft in der Planung zwischen Weltcup, Trainingsphasen und Großereignissen. Gerade in den nordischen Disziplinen, in denen der WM-Status sportlich wie medial enorm ist, wäre das ein zusätzlicher Prestigekampf.
Welche Disziplinen sind davon betroffen?
Neben dem Startpunkt 2032 lässt die FIS auch eine Tür für ein zusätzliches Event offen und prüft eine „Bonus-WM“ bereits in 2028. Die nächsten Olympischen Winterspiele finden 2030 in Frankreich statt.
Unter dem Verband laufen zahlreiche Sportarten, die bislang in unterschiedlichen Zyklen ihre Weltmeisterschaften austrugen. Betroffen sind die unter dem FIS verwalteten Disziplinen Ski Alpin, Skilanglauf, Skispringen, Nordische Kombination, Freestyle und Snowboard. Mit dem neuen Konzept will der Weltverband die WM-Präsenz insgesamt ausweiten und damit die Dichte der ganz großen Entscheidungen erhöhen.
Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.