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Biathlon-WM: Macht er die Bö-Brüder vergessen?

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Der neue Biathlon-Gigant?

Vebjörn Sörum setzt in dieser Saison mit seinem Premierensieg im Weltcup bereits ein Ausrufezeichen. Tritt der 26-Jährige sogar in die Fußstapfen von Biathlon-Superstar Johannes Thingnes Bö?
Die Biathlon-WM findet dieses Jahr im schweizerischen Lenzerheide statt. Zwölf Mal kämpfen die Biathleten vom 12. Bis zum 23. Februar um Edelmetall.
Vebjörn Sörum setzt in dieser Saison mit seinem Premierensieg im Weltcup bereits ein Ausrufezeichen. Tritt der 26-Jährige sogar in die Fußstapfen von Biathlon-Superstar Johannes Thingnes Bö?

Muss man sich in Norwegen Sorgen machen, nachdem die Brüder Johannes Thingnes und Tarjei ihren Rücktritt zum Saisonende angekündigt haben? Mitnichten! Um die Zukunft der Biathlonmannschaft aus dem skandinavischen Land ist es rosig bestellt. Hochtalentierte Sportler sind zahlreich vorhanden.

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Einer davon ist Vebjörn Sörum. Der Norweger hat Mitte Januar mit seinem ersten Weltcupsieg im Einzel von Ruhpolding einen bedeutenden Meilenstein seiner jungen Karriere erreicht.

Das 20-Kilometer-Rennen gewann er nach einer fehlerlosen Leistung mit einem enormen Vorsprung von 52,1 Sekunden.

„Ich wusste, dass ich das Niveau habe, aber du musst es auch zeigen“, erklärte der Aufsteiger nach dem Rennen im Gespräch mit SPORT1: „Ich war dieses Jahr im Schießen nicht so gut, aber meine Laufzeiten waren sehr schnell. Um im norwegischen Team zu bleiben, musst du eigentlich fast immer unter den Top Zehn oder Top Fünf sein. Ich bin sehr glücklich und habe ein großes Ziel damit erreicht.“

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Mit dem Sieg bescherte er nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Mutter einen Grund zum Jubeln. Diese hatte 25 Euro auf einen Sieg ihres Sohnes gesetzt und gewann insgesamt 800 Euro, die direkt in die Reisekasse flossen. Denn bei den kommenden Wettbewerben, allen voran der Biathlon-WM in der Schweiz, wird seine Mutter den 26-Jährigen weiterhin vor Ort unterstützen.

Vom Talent zum Biathlon-Weltcupsieger

Sörum begann seine internationale Karriere 2017 bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Brezno, wo er mit seiner Staffel Gold holte. Danach arbeitete er sich schrittweise nach oben, sammelte Erfahrungen im IBU Cup und etablierte sich 2023 schließlich im Weltcup, wo er in dieser Saison erstmals durchgehend unterwegs ist.

Der Weg in die norwegische Elite gestaltete sich allerdings steinig, nicht zuletzt aufgrund der enormen Konkurrenz im eigenen Land.

„Es ist unglaublich hoher Druck im norwegischen Team. Das weiß jeder, und die norwegischen Athleten am allerbesten“, beschreibt er die Situation. „Es ist schwer. Aber ich habe es geschafft, Biathlon auf meine Art und Weise zu betreiben – mit meiner Leidenschaft.“

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Sein Erfolgsweg basiert nicht nur auf Talent, sondern auch auf harter Arbeit. „Ich habe mein Training ziemlich viel umgestellt“, sagte der 26-Jährige. Er habe nicht nur seine Methoden angepasst, sondern auch intensiv an seiner Form gearbeitet, um sich in einer hart umkämpften Team-Hierarchie zu behaupten.

„Ich war viel in der Höhe unterwegs und mit Skirollern auf dem Laufband. Ich habe wie ein Wahnsinniger trainiert. Es war sehr viel und auch viele harte Einheiten. Aber ich habe auch in den letzten fünf Jahren sehr gut trainiert, also ist es auch ein Ergebnis aus den letzten Jahren“, sagte Sörum.

Norwegens Dominatoren Bö und Bö treten ab

Mit seinem Erfolg tritt der Hoffnungsträger in riesige Fußstapfen. Denn in Norwegen ist Biathlon heutzutage vor allem mit einer Person verbunden: Johannes Thingnes Bö.

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Der Superstar hat die vergangenen Jahre dominiert, indem er fünfmal den Gesamtweltcup gewonnen, 20 WM-Titel errungen und fünf olympische Goldmedaillen gesammelt hat.

Die Karriere des 31-Jährigen neigt sich jedoch dem Ende zu. Der Norweger stellt nach dieser Saison Skier und Gewehr in die Ecke. Spätestens danach wird eine neue Generation übernehmen müssen.

Gleichzeitig hat auch sein älterer Bruder Tarjei Bö seinen Rücktritt zum Saisonende angekündigt. Der 36-Jährige blickt ebenfalls auf eine beeindruckende Karriere mit 49 Weltcupsiegen und zahlreichen Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen zurück.

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Damit verliert der Biathlon-Sport in Norwegen gleich zwei prägende Figuren, wodurch Athleten wie Sörum noch mehr in den Fokus rücken.

Der nächste Superstar? Sörum hofft auf Gold

Sein Triumph in Ruhpolding unterstreicht zumindest sein Potenzial, in die Fußstapfen des erfolgreichen Bruderpaars treten zu können.

Und entsprechend ambitioniert ist auch sein nächstes Ziel: „Auf jeden Fall eine Medaille - am besten Gold - bei der Weltmeisterschaft oder bei Olympia.“

Den Anfang dafür kann er ab Mittwoch in der Lenzerheide machen - und wer weiß, nach dem Abgang der Bö-Brüder ist er womöglich wirklich der nächste Biathlon-Gigant.