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Biathlon: Besondere Szenen um Franziska Preuß

Besondere Szenen um Preuß

Franziska Preuß erhält auch nach ihrem Karriereende noch eine Auszeichnung. In Norwegen wird sie sogar vom König geehrt. Dann sorgt sie für eine besondere Szene.
Vor dem letzten Karriererennen von Franziska Preuß äußert sich Teamkollege Philipp Horn zum Biathlon-Star. Das deutsche Team will die "Legende" gebührend verabschieden.
Franziska Preuß erhält auch nach ihrem Karriereende noch eine Auszeichnung. In Norwegen wird sie sogar vom König geehrt. Dann sorgt sie für eine besondere Szene.

Besondere Auszeichnung für Franziska Preuß: Die Gesamtweltcup-Siegerin des Vorjahres wurde am Rande des Weltcup-Finales in Oslo vom norwegischen König geehrt.

Preuß, die ihre Biathlon-Karriere nach den Olympischen Spielen vorzeitig in der laufenden Saison beendet hatte, erhielt von König Harald V. die Holmenkollen-Medaille, die höchste norwegische Auszeichnung im Skisport.

„Es war schön, es ist schon eine Ehre. Ich glaube, ich treffe im Leben nicht noch einen König, deswegen wollte ich das im Leben auch noch mal erleben“, sagte Preuß im ZDF.

Besondere Worte für den König habe sie sich aber nicht zurechtgelegt: „Da gab es gar nicht so viel, es ist auch nicht so viel Zeit eingeplant worden. Es war trotzdem schön und ich habe gesagt, es ist echt eine Ehre, dort als Deutsche eine Medaille zu bekommen.“

Biathlon: Preuß überreicht Jeanmonnot den Pokal für den Gesamtweltcup

Die Gesamtweltcup-Siegerin des Vorjahres ist aber in doppelter Mission nach Oslo gereist, denn sie spielte auch bei der Verleihung der großen Kristallkugel für den Gesamtsieg dieser Saison eine große Rolle. Preuß überreichte als Überraschung Lou Jeanmonnot den Pokal für den Gesamtsieg – das sorgte bei der Französin für Tränen.

„Das ist wirklich sehr emotional. Als Sportler weiß man einfach, was das bedeutet diese Kugel zu gewinnen. Dass Franzi ihr das jetzt ein Jahr später überreichen kann, ist einfach ein schöner Moment. Man sieht ja auch, sie ist da auch nah am Wasser gebaut“, sagte ZDF-Expertin Denise Herrmann-Wick.

Im vergangenen Jahr hatten sich die beiden noch einen dramatischen Kampf um den Triumph geliefert. Die Entscheidung fiel erst im letzten Rennen in der vorletzten Kurve, als die Französin im direkten Duell mit Preuß stürzte.

„Es ist einfach eine runde Sache nach dem, wie es im letzten Winter gelaufen ist. Ich freue mich echt für die Lou, dass sie dieses Jahr wieder so abgeliefert hat. Sie hat es mehr als verdient, heute die Kugel zu bekommen und ich bin gespannt, wie sie reagiert“, sagte Preuß vor der Übergabe.

Karriereende? „Fühlt sich voll gut an“

An ihre neue Rolle als Sport-Rentnerin habe sie sich schon gewöhnt, erklärte Preuß: „Es fühlt sich voll gut an. Ich muss sagen, dass es schon relativ abgeschlossen und weit weg ist. Es war einfach gut, wie es war, und ich habe es genossen, daheim zu sein.“

Die Zeit seit dem Karriereende habe sie bisher in vollen Zügen genossen: „Es war echt eine coole Zeit. Wahnsinn, wie schnell diese vier Wochen jetzt schon wieder herumgingen. Gerade haben alle in meiner Familie Geburtstag, da war es auch mal schön, wieder dabei zu sein, nach 13 Jahren. Es war mir noch nie langweilig.“

„Es ist ok, neben der Linie zu stehen. Ich habe gemerkt, ich mache wieder wahnsinnig gerne Sport. Die Freude am Sport ist zurück und da bin ich einfach froh. Das habe ich echt verloren in diesem Winter und das ist das Wichtigste, wenn man Sport macht, dass es Spaß macht. Ich brauche keine Startnummer mehr und kann jeden Tag sporteln. Das ist mehr wert als jede Startnummer“, sagte Preuß.