Biathlon>

Rösch euphorisch: "Julia Tannheimer kann alles"

„Julia Tannheimer kann alles“

Julia Tannheimer überzeugt in der aktuellen Biathlon-Saison mit konstanten und guten Laufleistungen. Olympiasieger Michael Rösch sieht viel Potenzial in ihr.
Julia Tannheimer hat laut Rösch enorm gute Grundlagen
Julia Tannheimer hat laut Rösch enorm gute Grundlagen
© IMAGO/Christian Heilwagen
Julia Tannheimer überzeugt in der aktuellen Biathlon-Saison mit konstanten und guten Laufleistungen. Olympiasieger Michael Rösch sieht viel Potenzial in ihr.

Olympiasieger Michael Rösch hat die deutsche Biathletin Julia Tannheimer in den höchsten Tönen gelobt. „Julia Tannheimer hat auf jeden Fall in der Loipe wieder abgeliefert“, sagte er nach dem Weltcuprennen in Oslo im Podcast Extrarunde. Er fügte hinzu: „Als elftschnellste und das mit 20 Jahren, muss ich immer wieder sagen, das ist so verrückt wie konstant die auch einfach schon ist.“ 

Dass Julia Tannheimer spätestens seit dieser Saison zu den etablierteren Namen im deutschen Team gehört, unterstrich die junge Athletin immer wieder durch beachtliche Leistungen. Auch wenn sie am Schießstand oft noch den einen oder anderen Fehler zu viel schoss, war ihre Laufleistung extrem stark. „Ein, zwei Jahre noch, dann zündet die richtig“, schätzte Rösch ihr Potenzial in Zukunft ein. In dem Alter würde es durchaus auch noch schnell gehen, dass man ein oder zwei Prozent draufpacken könnte, fügte er hinzu.

Biathlon: Tannheimer mit außergewöhnlich guten Leistungen

Die besonders gute Grundlagenausdauer der Wahl-Freiburgerin sei auf die langjährige Leidenschaft des Ausdauersports zurückzuführen, erklärte Rösch: „Die hat als Kind ja auch schon so viele Sachen gemacht und trainiert. Die ist so gut ausgebildet in allen Sachen. Die fährt gern Fahrrad, die kann ja alles, also das merkt man.“ In der letzten Saison feierte Tannheimer mit der Staffel ihren ersten Weltcup-Sieg. Ein Einzel-Podestplatz fehlt ihr im Weltcup bisher noch.

Trotzdem findet der ehemalige Weltklasse-Biathlet auch warnende Worte für die 20-Jährige: „Sie muss halt aufpassen, dass sie die Ziele nicht zu hoch setzt, dass du dann schnell an dir verzweifelst.“ Sie solle sich immer wieder bewusst machen, wie jung sie ist und wie viele Jahre des Leistungssports noch vor ihr lägen. „Das muss man ihr immer wieder einpredigen“, sagte Rösch.