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Vanessa Voigt mit kuriosem Interview-Moment: "Schön für Sturla"

Voigt mit kuriosem Interview-Moment

Vanessa Voigt überzeugt in der Verfolgung von Oslo mit Platz sechs. Ein schwereloses Gleiten über den tiefen Schnee ist ihr im Gegensatz zu Sturla Holm Laegreid aber offenbar nicht vergönnt.
Vanessa Voigt legt eine gute Leistung hin
Vanessa Voigt legt eine gute Leistung hin
© IMAGO/Romans Koksarovs
Vanessa Voigt überzeugt in der Verfolgung von Oslo mit Platz sechs. Ein schwereloses Gleiten über den tiefen Schnee ist ihr im Gegensatz zu Sturla Holm Laegreid aber offenbar nicht vergönnt.

Nach einer hervorragenden Aufholjagd hat sich Vanessa Voigt in der Verfolgung von Oslo auf Rang sechs nach vorne geschoben – und war damit mehr als zufrieden. Die beste deutsche Biathletin zeigte vier fehlerfreie Schießeinlagen und präsentierte sich in der Loipe verbessert.

„Ich habe gesehen, dass ich bei Läuferinnen wie einer Tandrevold und Jeanmonnot mitlaufen kann. Meine Form ist jetzt immer besser geworden. Ich bin noch etwas frisch, auch wenn es langsam echt nagt, aber das ist nur mental“, erklärte sie schmunzelnd.

Voigt mit kuriosem Interview-Moment

Die insgesamt zehn Kilometer im tiefen und sulzigen Geläuf von Oslo haben Voigt aber dennoch alles abverlangt. Darauf angesprochen, dass Sturla Holm Laegreid angab, eine Technik zu besitzen, mit der er auf dem tiefen Schnee fliegen kann, während sich andere durchkämpfen müssen, ordnete sich Voigt eher der Gruppe der „Normalsterblichen“ zu.

„Schön für den Sturla, also die habe ich nicht. Ich weiß auch gar nicht, welche Technik er da meint“, sagte die Deutsche im Interview mit dem ZDF mit ein paar Fragezeichen im Gesicht. „Vielleicht schaue ich mir das mal an und kann mir eine Scheibe abschneiden“, kündigte sie schmunzelnd an.

Laegreid erklärt seine Vorliebe für tiefe Bedingungen

Laegreid hatte am Freitag den Sprint der Herren gewonnen und gleichzeitig die kleine Kristallkugel errungen. Nach dem Rennen verriet er dann im ZDF-Interview, warum er die tiefen Bedingungen so gerne mag.

„Ich habe tatsächlich bei diesen Bedingungen immer unglaublich viel Kraft. Ich fühle mich da immer, als würde ich auf dem Schnee laufen und nicht in ihm. Ich bin nicht so gut, wenn es hart und eisig ist. Da sind die größeren und stärkeren Athleten besser. Diese großen und starken Athleten, die auch schwerer sind, haben bei solchen Bedingungen nicht so gute Chancen“, so die Erklärung des Norwegers.

Doch selbst unter den „Leichtgewichten“ dürfte er einer der wenigen sein, die derartige Bedingungen wirklich mögen. Man darf gespannt sein, ob Voigt noch eine kleine Video-Session einlegt, um die Laegreid-Technik zu durchleuchten. Am Sonntag endet der Biathlon-Winter mit den abschließenden Massenstart-Rennen der Damen (ab 13:45 Uhr im LIVETICKER) und Herren (ab 16:30 Uhr im LIVETICKER).