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Franziska Preuß offenbart: Die Befreiung war größer als gedacht

Preuß fühlt sich befreit

Ex-Biathlon-Star Franziska Preuß offenbart, dass ihr Karriere-Ende für sie eine größere Erleichterung war, als sie gedacht hätte.
Vor dem letzten Karriererennen von Franziska Preuß äußert sich Teamkollege Philipp Horn zum Biathlon-Star. Das deutsche Team will die "Legende" gebührend verabschieden.
Ex-Biathlon-Star Franziska Preuß offenbart, dass ihr Karriere-Ende für sie eine größere Erleichterung war, als sie gedacht hätte.

Franziska Preuß hat ihre erfolgreiche Biathlon-Karriere vor einigen Wochen beendet. In einem Interview hat sie nun Einblicke in ihr neues Leben abseits des Profi-Sports gegeben – und offenbart, dass die Befreiung größer ist, als sie geahnt hätte.

„Man merkt jetzt erst, in welchen Zwängen man teils gelebt hat, gerade was den körperlichen Zustand angeht“, sagte Preuß der Saarbrücker Zeitung: „Als Leistungssportler versucht man immer, maximal achtsam auf den eigenen Körper zu hören, weil das das Ein und Alles für uns ist. Jetzt ist es einfach egal, wenn man mal drei Tage schlecht schläft oder mal müde oder schlapp ist.“

Preuß führte aus, dass das Ende der Karriere auch für Freunde und Familie in dieser Hinsicht eine große Erleichterung sei: „Ab Oktober hatte ich mehr oder weniger niemanden mehr getroffen. Man hat sehr in der eigenen Blase gelebt, um ja nicht krank zu werden. Und das betrifft ja nicht nur mich, jeder in meinem engsten Umfeld hat extrem aufgepasst, dass er sich nirgends ansteckt, hat Abstand gehalten und es vermieden, zu viele Menschen zu treffen. Ich glaube, die sind jetzt alle froh, wenn es das Thema einfach nicht mehr gibt.“

Franziska Preuß: Das Kribbeln ist schon weg

Preuß gab zu: „Abstand habe ich schon recht gut. Ich war zwar in Oslo vor Ort, aber ja nur zum Zuschauen, und ich habe dort gar nicht mehr dieses Brennen gespürt oder dass es noch kribbelt.“

2013 hatte die heute 32-Jährige ihr Weltcup-Debüt. Wie wird sie nun den Profisport begleiten? „Bei dem ein oder anderen Weltcup werde ich sicher auch noch vorbeischauen, aber nur als Fan. Ich freue mich jetzt erst einmal, dass Sport nicht mehr Teil vom Leben ist und ich das echte, normale Leben kennenlerne.“

Zu Plänen über ihre berufliche Zukunft wollte oder konnte Preuß keine Details nennen: „Noch nichts Spruchreifes, da lasse ich mir jetzt schon noch Zeit, da eilt nichts.“