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Biathlon: Top-Nation pumpt Millionen in neues Großprojekt

Neues Biathlon-Großprojekt

Im schwedischen Östersund soll ein modernes Trainingszentrum entstehen. Damit sollen auch die Chancen auf den Zuschlag für die WM 2031 verbessert werden.
Biathlon-Star Elvira Öberg vor heimischer Kulisse in Östersund
Biathlon-Star Elvira Öberg vor heimischer Kulisse in Östersund
© IMAGO/Bildbyran
Im schwedischen Östersund soll ein modernes Trainingszentrum entstehen. Damit sollen auch die Chancen auf den Zuschlag für die WM 2031 verbessert werden.

Das schwedische Biathlon-Team gehört zu den stärksten der Welt. Insbesondere die Sportler aus Frankreich und Norwegen schlagen ihnen aber trotzdem immer wieder ein Schnippchen. Grund genug, um die Trainingsbedingungen für die eigenen Sportler weiter zu optimieren.

Dafür nehmen die Schweden offenbar ordentlich Geld in die Hand. Für rund 13 Millionen Euro soll in der Nationalarena von Östersund ein neues Leistungszentrum für Profis und den Nachwuchs entstehen.

„Die Idee entstand während der Weltcup-Wettbewerbe vor Ort. Dabei haben wir überlegt, wie wir das Ganze aus Nachhaltigkeitssicht noch verbessern könnten. Anschließend wurde die Idee gemeinsam mit dem Aspekt der Leistung weiterentwickelt“, erklärte Sofia Domeij, Vorsitzende des schwedischen Biathlonverbandes.

Der Bau des neuen Zentrums ist laut SVT-Bericht für das Jahr 2027 geplant. Es soll ein Fitnessstudio, einen Innen-Schießstand und Biathlon-Laufbänder beinhalten.

Schweden hofft auf WM-Austragung

Mit dem Großprojekt möchte Schweden offenbar auch seine eigenen Chancen bei der Vergabe für die WM 2031 verbessern. Bei den möglichen Titelkämpfen in der Heimat möchte auch Star-Athletin Elvira Öberg teilnehmen. „Sollte es 2031 hier eine Weltmeisterschaft geben, dann möchte ich unbedingt dabei sein“, erklärte die 27-Jährige im Rahmen des Spatenstichs des neuen Trainingszentrums beim Fernsehsender SVT.

Öberg, die bereits vier Medaillen bei Olympischen Winterspielen und sechs Medaillen bei Weltmeisterschaften gewinnen konnte, würde bis dahin von den moderneren Gegebenheiten profitieren.

Östersund ist traditionell der Austragungsort für das Weltcup-Opening, welches in der Regel Ende November steigt. Eine Weltmeisterschaft wurde letztmals im Jahr 2019 im traditionsreichen schwedischen Wintersportort veranstaltet.

Die Entscheidung über die WM 2031 soll im Rahmen des IBU-Kongress (voraussichtlich September 2026) fallen. Der finnische Ort Kontiolahti hat ebenfalls eine Bewerbung eingereicht.