Ein Jahr nach dem tragischen Unfalltod der ehemaligen Biathletin Laura Dahlmeier im Alter von 31 Jahren in Pakistan sind neue Details über ihre verhängnisvolle Expedition ans Licht gekommen.
Neue Details zu Dahlmeier-Unglück: "Es ist gefährlich, unmöglich"
Neue Details zu Dahlmeier-Unglück
In der ServusTV-Dokumentation „Laura Dahlmeier … einen Schritt zu weit“, die an diesem Montagabend ausgestrahlt wird, äußern sich Zeitzeugen, die Dahlmeier wenige Tage vor dem Unglück am 28. Juli 2025 am Laila Peak begegnet sind und später am Rettungsteam beteiligt waren.
Bergsteigerin warnte Dahlmeier vor dem Aufstieg
„Das Wetter war so wechselhaft, wir hatten vielleicht zwei Stunden Sonne pro Tag, sonst nur Regen. Im Basecamp kamen ständig Lawinen runter, Steine und Eis“, beschrieb die spanische Bergsteigerin Maria Martin, die Dahlmeier und deren Seilpartnerin Marina Krauss eindringlich vor den Gefahren eines Aufstiegs gewarnt habe, laut Bild die extremen Bedingungen.
„In gebrochenem Englisch versuchte ich zu erklären: Es ist gefährlich, unmöglich“, erklärte die Spanierin, die Dahlmeier gar Fotos von den Lawinen gezeigt habe. „Das war am 24. Juli, und die schlimmsten Lawinen kamen tatsächlich erst runter, als Laura das Basecamp schon verlassen hatte.“
Einer der Beteiligten des Rettungsteams war der französische Expeditionsleiter Alan Rousseau: „Zuerst sahen wir nur das Zelt und dann sahen wir Lauras leblosen Körper.“ Dahlmeier, die von Steinschlag getroffen worden war, habe noch im Seil gehangen, die Unfallstelle sei „völlig schwarz von all dem Fels, Schlamm und Dreck“ gewesen.
Eine Bergung des Leichnams sei aufgrund des extremen Risikos nicht möglich gewesen, betonte Rousseau: „Wir haben alle Möglichkeiten durchgespielt, wie wir da hinkommen könnten. Uns war allen klar: Wer da reingeht, setzt sein eigenes Leben aufs Spiel.“