Die Deutsche Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) stellt sich nach den enttäuschenden Olympischen Winterspielen von Mailand im Trainerstab personell neu auf.
Eisschnelllauf: DESG sucht neue Bundestrainer
DESG reagiert auf Olympia-Schlappe
Der Niederländer Aart van der Wulp, bisher als Sprint-Bundestrainer tätig, verlässt die DESG und wird künftig Eisschnelllauf-Talente in Groningen ausbilden. Der Franzose Alexis Contin, zuvor Allround-Bundestrainer, soll in seiner Heimat die Entwicklung der Nationalmannschaft mit Blick auf die Winterspiele 2030 in Frankreich fördern.
Eisschnelllauf: DESG blieb bei den Winterspielen ohne Medaille
Nachfolger für die beiden Bundestrainer-Posten hat die DESG noch nicht gefunden. Der Verband hat die Stellen öffentlich ausgeschrieben, die Bewerbungsfrist endet am 31. Mai. Ebenfalls zur Ausschreibung steht die Trainerstelle am Stützpunkt in Inzell. Diese Position war bislang von der fünfmaligen Olympiasiegerin Claudia Pechstein besetzt, der Lebensgefährtin von DESG-Präsident Matthias Große.
Um Contin, den Ehemann von DESG-Sportdirektorin Nadine Seidenglanz, hatte es in Mailand Wirbel gegeben, nachdem Eisschnellläufer Fridtjof Petzold öffentlich Kritik am Franzosen geübt hatte. Die DESG war bei den Winterspielen in Mailand zum vierten Mal nacheinander ohne Medaille geblieben.