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Vonn erwägt Comeback: "Hört auf, mir zu sagen, was ich tun soll"

Vonn erwägt Comeback

Kaum jemand rechnet noch ernsthaft mit einem Comeback von Lindsey Vonn. Doch der US-Superstar will von einem Rücktritt nach ihrer Horrorverletzung noch nichts wissen.
Nach ihrer schweren Verletzung hat sich Lindsey Vonn nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zu Wort gemeldet.
Kaum jemand rechnet noch ernsthaft mit einem Comeback von Lindsey Vonn. Doch der US-Superstar will von einem Rücktritt nach ihrer Horrorverletzung noch nichts wissen.

Lindsey Vonn könnte nach ihrer Horrorverletzung erneut auf die Piste zurückkehren. Die 41-jährige US-Amerikanerin schloss ein zweites Comeback explizit nicht aus.

„Ich brauche von niemandem die Erlaubnis, um das zu tun, was mich glücklich macht. Vielleicht bedeutet das, wieder Rennen zu fahren, vielleicht auch nicht“, schrieb Vonn in einem Statement bei X.

Aktuell befindet sich die Olympiasiegerin von 2010 in der Reha, nachdem sie sich bei den diesjährigen Spielen von Mailand und Cortina schwer verletzt hatte. Ihren eigenen Angaben zufolge stand nach ihrem brutalen Sturz in der Abfahrt gar die Amputation ihres lädierten Beins im Raum.

Vonn: „Hört auf, mir zu sagen, was ich tun soll“

Sie musste sich mehrmals operieren lassen - dazu kommt, dass sie sich schon kurz vor Olympia auch das Kreuzband gerissen hatte.

Nicht zuletzt ihr Vater hatte daraufhin öffentlich das Karriereende der Ausnahmesportlerin angekündigt. Felix Neureuther stempelte einen etwaigen Comeback-Versuch schon damals als „Wahnsinn“ ab. Kaum jemand verschwendete auch nur einen Gedanken an eine neuerliche Rückkehr der schon 2019 einmal zurückgetretenen Ski-Ikone.

Doch Vonn selbst sprach bisher nie von Rücktritt - und ließ sich die Tür nun offen: „Nur die Zeit wird es zeigen. Hört bitte auf, mir zu sagen, was ich tun oder nicht tun sollte. Ich werde es euch wissen lassen, wenn ich mich entschieden habe.“

Noch sei sie nicht bereit, ihre Zukunft im Skisport zu diskutieren. Der Fokus liege auf einer Rückkehr ins normale Leben. Doch sie verwies auch darauf, dass es ihr großen Spaß gemacht habe, mit 41 Jahren noch Maßstäbe zu setzen. Vor ihrer Verletzung führte sie die Abfahrtswertung im Weltcup an, auch bei Olympia gehörte sie trotz Kreuzbandrisses zum erweiterten Favoritenkreis.