Der Schweizer Skirennläufer Marco Odermatt hat auch seine dritte Weltcup-Kugel in diesem Winter sicher - ohne dafür etwas tun zu müssen.
Neureuther: "Das ist dann letzten Endes bodenlos"
Absage? „Es ist schon bitter“
Nachdem am Samstag zunächst der erste Super-G im französischen Courchevel wegen starken Schneefalls abgesagt werden musste, strich der Weltverband FIS aus Sicherheitsgründen auch das zweite Rennen am Sonntag. Die Strecke könne nach den starken Niederschlägen nicht in einen rennfertigen Zustand versetzt werden, hieß es.
„Es ist schon bitter. Es ist ein Winter Wonderland hier, aber die Piste hat leider sehr unter dem Schneefall gelitten“, sagte TV-Experte Felix Neureuther in der ARD. „Das Ding ist, dass die vor zwei Tagen mit Salz gearbeitet haben und dann schneit es drauf mit dieser Feuchtigkeit. Das ist dann letzen Endes bodenlos.“
Neureuther: „Dann musst du mit der Maschine reingehen“
„Dann musst du mit der Maschine reingehen, dass du den Schnee aus der Strecke rauskriegst“, meinte der ehemalige Skirennfahrer. „Die Sturzräume müssen frei sein, es hat ja 30 Zentimeter da oben geschneit. Und all das war einfach nicht zu handlen.“
Nach dem Gesamtweltcup und dem Abfahrtsweltcup ist Odermatt damit auch die kleine Kristallkugel im Super-G nicht mehr zu nehmen. In das letzte Rennen beim Finale im norwegischen Kvitfjell geht er mit einem Vorsprung von 158 Punkten vor Vincent Kriechmayr (Österreich) und ist damit nicht mehr einzuholen.
Der 28 Jahre alte Weltcup-Dominator gewann die Gesamtwertung im Super-G zum vierten Mal nacheinander. Den Riesenslalom-Weltcup kann er sich beim Finale (ab 21. März) zum fünften Mal in Serie sichern.
Odermatt? „Das sagt schon alles“
„Schon irre, dass drei Super-Gs dieses Jahr abgesagt worden sind. Er will natürlich anders die Kugel gewinnen. Es sind im Jahr sieben, acht, neun Super Gs - und wenn drei ausfallen, hat das natürlich einen riesigen Impact auf die Gesamtwertung. Aber selbst wenn drei ausfallen und er schon 175 Punkte Vorsprung hat - das sagt schon alles“
Von der Absage der beiden Rennen in Courchevel profitiert auch der Garmischer Simon Jocher. Er bleibt auf Rang 22 der Weltcupwertung im Super-G und ist damit in dieser Disziplin beim Weltcup-Finale startberechtigt. Beim Saisonabschluss dürfen nur noch die besten 25 im Weltcup starten.
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mit Sport-Informations-Dienst (SID)