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Ski-Legende geht in die Politik

Ski-Legende geht in die Politik

Die frühere Weltmeisterin und Olympiasiegerin Hilde Gerg hat im Skisport nahezu alles gewonnen. Nun stellt sich die 50-Jährige einer neuen Aufgabe abseits der Piste.
Hilde Gerg wird Teil des Gemeinderats von Schönau am Königssee
Hilde Gerg wird Teil des Gemeinderats von Schönau am Königssee
© IMAGO/GEPA pictures
Die frühere Weltmeisterin und Olympiasiegerin Hilde Gerg hat im Skisport nahezu alles gewonnen. Nun stellt sich die 50-Jährige einer neuen Aufgabe abseits der Piste.

Hilde Gerg zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des deutschen Skisports. Ihre Laufbahn ist gespickt mit großen Erfolgen – allen voran Olympiagold im Slalom bei den Winterspielen 1998 in Nagano sowie ein WM-Titel mit der Mannschaft 2005. Doch nun schlägt die gebürtige Bayerin ein neues Kapitel auf.

Die ehemalige Skirennfahrerin engagiert sich künftig in der Kommunalpolitik und wird Teil des Gemeinderats von Schönau am Königssee. Bei der Wahl am 8. März hatte sie knapp den Einzug verpasst und stand als erste Nachrückerin bereit. Nachdem der vor ihr platzierte CSU-Kandidat sein Mandat aber nicht annahm, rückt Gerg offiziell nach.

Ski Alpin: Gerg gewann 20 Weltcup-Rennen

Gerg, die mittlerweile den Namen Graßl-Hirschbiel trägt, ist vor allem in Bayern noch vielen Wintersportfans bestens bekannt. Als „Wilde Hilde“ gehörte sie in den späten 1990er-Jahren bis zu ihrem Karriereende 2005 zu den vielseitigsten Athletinnen im alpinen Weltcup. Insgesamt stand sie 59 Mal auf dem Podest, davon 20 Mal ganz oben. Bei Weltmeisterschaften sammelte sie neben Gold drei Bronzemedaillen.

Auch bei Olympia 1998 legte Gerg nach ihrem Slalom-Triumph noch einmal nach und gewann Bronze in der Kombination. Hinter Katja Seizinger und Martina Ertl komplettierte sie damals einen sensationellen deutschen Dreifachsieg. Jetzt betont sie, dass sie die neue Aufgabe mit großer Vorfreude angeht und sich mit derselben Leidenschaft einbringen möchte, die sie einst im Spitzensport ausgezeichnet hat.

Bei der Kommunalwahl setzte sich Gerg sogar gegen einen auf der CSU-Liste vor ihr platzierten Kandidaten durch, da sie mehr Stimmen erhielt. Damit zieht sie erstmals in den Gemeinderat ein.