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Deutscher Landesrekord im Skifliegen: "Das war mega cool"

Deutscher Rekord im Skifliegen

Die deutschen Skifliegerinnen dürfen in Vikersund jubeln. Während Selina Freitag gleich zweimal zum Landesrekord fliegt, erfüllt sich Schmid einen lange ersehnten Traum.
Beim Skispringen leben die Athleten den Traum vom Fliegen - insbesondere auf den ganz großen Schanzen. Inzwischen sind Sprünge auf weit über 200 Meter möglich. SPORT1 zeigt die Entwicklung des Weltrekords.
Die deutschen Skifliegerinnen dürfen in Vikersund jubeln. Während Selina Freitag gleich zweimal zum Landesrekord fliegt, erfüllt sich Schmid einen lange ersehnten Traum.

Skispringerin Selina Freitag ist beim Sieg der Norwegerin Eirin Maria Kvandal gleich zweimal zum deutschen Rekord geflogen. Auf dem Monsterbakken in Vikersund segelte die 24-Jährige zum Abschluss des vorletzten Weltcup-Wochenendes bereits im ersten Durchgang mit 216 Metern zur Bestmarke, ehe sie diese zweiten Durchgang mit 227,5 Meter sogar übertraf.

„Ja mega cool, das ist so wichtig und so so schön“, jubelte ZDF-Experte und Skiflug-Weltmeister (2014) Severin Freund. Zwar wurde der Durchgang kurz nach Freitag aufgrund des auffrischenden Windes abgebrochen, jedoch behält der Rekord seine Gültigkeit.

„Heute hat es wirklich richtig Spaß gemacht. Ich habe mitbekommen, dass die Bedingungen besser werden, das war mega cool. Ich wäre am liebsten nochmal nach oben“, jubelte Freitag im Interview mit dem ZDF über ihren Rekordflug.

Freitag gelingt nach Video-Studium klare Leistungssteigerung

Für die Deutsche war es ein wahrer Befreiungsschlag, nachdem sie am Samstag nicht mal das Finale der Top 15 erreicht hatte. „Wir haben gut Video geschaut und gesehen, dass wir über dem Eck zu brav sind und die anderen viel mehr Gas geben. Das habe ich versucht umzusetzen und das war der Knackpunkt. Was ich im Hang mache ist super, aber wenn ich oben den Speed nicht mitnehme, werden es nur 190 Meter“, analysierte sie ihre Leistungssteigerung.

Dass sie durch den abgebrochenen Final-Durchgang nicht mehr die Möglichkeit hatte, sich von Rang zehn weiter nach vorne zu schieben, änderte nichts am positiven Gemütszustand der Rekordhalterin.

Schmid erfüllt sich lang ersehnten 200er-Traum

Nicht minder groß war die Freude bei Katharina Schmid. „Endlich, endlich“, jubelte die zuletzt kriselnde Oberstdorferin über ihre 204 Meter. Zwar reichte es „nur“ für Rang 17, jedoch hat sie damit ihr letztes großes Ziel erreicht, ehe ihre Karriere in der kommenden Woche in Planica enden wird.

„Das ist ein Moment zum Genießen gewesen. Das ist der Augenblick, bei dem sich der nicht mehr möglich gehaltene Traum erfüllt“, freute sich ZDF-Kommentatorin Eike Papstdorf mit Schmid, die lange auf den ersehnten 200-Meter-Flug warten musste.

Zuvor stand die Bestmarke der siebenmaligen Weltmeisterin bei 198,5 aufgestellt im Jahr 2023.

Reisch verliert ein Tag alten Rekord

Teamkollegin Agnes Reisch erwischte hingegen einen gebrauchten Tag. So verlor sie nicht nur ihren am Vortag aufgestellten Landesrekord von 213,5 Meter, sondern landete mit 195 Metern auch auf einem für sie enttäuschenden 16. Rang. Juliane Seyfarth erreichte hingegen im zweiten Wettkampfsprung mit 207,5 Metern eine neue persönliche Bestweite und landete auf Platz 11.

Kvandal wiederholt Vortages-Sieg

Siegreich auf der größten Schanze der Welt war wie am Vortag die Norwegerin Eirin Maria Kvandal mit 231,5 m vor Weltmeisterin Nika Prevc (Slowenien) und Doppel-Olympiasiegerin Anna Odine Ström (Norwegen). Frida Westman, Nika Vodan und Silje Opseth belegten die Ränge vier bis sechs.

Beim Weltcup-Finale in Planica werden nur die besten 15 Springerinnen teilnahmeberechtigt sein. Bitter für Westman und Opseth, die trotz ihrer jüngsten Top-Ergebnissen nicht zum erlesenen Kreis gehören.


Mit Sport-Informations-Dienst (SID)