Beim abschließenden Skifliegen im slowenischen Planica ist Andreas Wellinger ein seltenes Kunststück gelungen. Von allen fünf Punktrichtern erhielt er bei seinem Sprung auf 238,5 Meter 20,0 Punkte – die Höchstpunktzahl!
Skispringen: Sensation durch Wellinger!
Sensation durch Wellinger
Marius Lindvik sprang kurz danach und erreichte ebenfalls die Traum-Wertung. Für die abschließende Wertung werden die beste und die schlechteste Punktzahl gestrichen, sodass bei beiden am Ende 60 Punkte standen.
Skispringen: Großes Lob für Wellinger! „In Perfektion gelungen“
Was Wellinger gelang, ist trotzdem eine kleine Sensation im Skisprung-Zirkus. „Dieses seltene Ereignis. Fünf Mal die Höchstnote 20, ist eine absolute Besonderheit im Skispringen“, schwärmt ZDF-Kommentator Stefan Bier, als er den Sprung noch einmal in der Wiederholung beschrieb.
Ein Sprung, „der in Perfektion gelungen ist“, fügte der Kommentator hinzu und auch der scheidende Bundestrainer Stefan Horngacher lobte seinen Schützling, der eine sehr durchwachsene Saison erlebt hat: „Das war wirklich ein toller Sprung! Sauber, die Landung war picobello – verdiente 20!“
Skisprung-Experte Severin Freund war von der Entscheidung der Punktrichter absolut überzeugt: „Eine super-super-saubere Landung. Deswegen ist es schon gerechtfertigt.“ Bier freute sich, dass sich die Jury zum Ende des Weltcups auch an die ganz hohen Punktevergaben traute: „Jetzt lassen die Punkterichter mal die Leinen los und hauen die Höchstnote raus, so wie es absolut angemessen ist.“
Skispringen: Punkte-Sensation gelang zuvor erst elf Mal
Dass ein Springer fünfmal 20 Punkte erhält, ist tatsächlich ziemlich selten. Vor ziemlich genau einem Jahr gelang dieses Kunststück dem Österreicher Daniel Tschofenig, ebenfalls beim abschließenden Skifliegen in Planica.
Vor Wellinger schafften erst insgesamt zehn Athleten dieses Kunststück, unter anderem dem deutschen Ski-Star Sven Hannawald. In besonderer Erinnerung dürfte den meisten vermutlich der „perfekte Sprung“ von Wolfgang Loitzl beim Bischofshofen-Finale der Vierschanzentournee 2008/09 geblieben sein, dem dort dasselbe Kunststück gelang.
Beim Saisonabschluss in Planica blieb Wellinger allerdings nicht der einzige perfekte Springer: Tschofenig bekam im 2. Durchgang ebenfalls durchgehend Bestnoten.