Der norwegische Skisprung-Sportdirektor Jan-Erik Aalbu hat Vorwürfe zurückgewiesen, das Team agiere beim Material nach dem Anzug-Skandal der vergangenen Saison derzeit „zu feige“.
Skispringen: Zu feige? Norwegens Sportdirektor wehrt sich
Zu feige? Skisprung-Boss wehrt sich
„Wir haben uns an die Vorschriften gehalten und hatten trotzdem wettbewerbsfähige Anzüge. Möglicherweise waren wir zu Beginn der Saison in Lillehammer etwas konservativ, aber danach hatten wir wettbewerbsfähige Anzüge“, antwortete Aalbu im Interview mit dem Dagbladet auf eine entsprechende Frage.
Trotzdem hielt Aalbu fest, dass es im vergangenen Sommer und zu Beginn der vergangenen Saison „das Wichtigste“ gewesen sei, nicht negativ aufzufallen.
Aber auch fehlende Erfahrungswerte seien entscheidend gewesen. „Wir hatten nicht an genügend Sommer-Grand-Prix-Rennen teilgenommen und hatten Sperren“, erklärte Aalbu.
Lindvik: „Waren zu vorsichtig“
Skispringer Marius Lindvik hatte im Gespräch mit NTB behauptet, dass seine Mannschaft in dieser Saison beim Material zu vorsichtig sei. „Wir sind einfach kein Risiko eingegangen. Wir waren wahrscheinlich viel zu vorsichtig im Vergleich zu unseren Konkurrenten, die sich näher an die Grenze herangewagt haben“, betonte Lindvik.
Die norwegische Skisprung-Nationalmannschaft wurde in der vergangenen Saison durch aufgedeckte Manipulationen an den Anzügen erschüttert.
In der laufenden Saison konnte das Team von Cheftrainer Rune Velta nur selten überzeugen.