Felix Hoffmann hat sich in der abgelaufenen Skisprung-Saison erst zum deutschen Hoffnungsträger aufgeschwungen, die Erwartungen bei und nach den Olympischen Spielen aber nicht ganz erfüllen können.
Der beste Deutsche der Vierschanzentournee erklärt sein Tief
DSV-Adler erklärt sein Tief
Warum es nach den Wettkämpfen in Italien nicht mehr so lief? „Schwer zu sagen“, erklärte der 28-Jährige im Interview mit inSüdthüringen.de: „Nach der Tournee war ich stark erkältet und hatte zugleich eine Reizung im Knie. So haben mir im Januar ein paar Trainingseinheiten gefehlt, speziell für die Beine.“
Hoffmann weiter: „Und dann beginnt die Fehlerkette: Es schleichen sich kleine Fehler ein, die Technik stimmt nicht mehr, die Ergebnisse passen nicht. Und am Ende kommt der Kopf dazu.“
Deutscher Skispringer: „Reserven waren aufgebraucht“
Der deutsche Skispringer hatte einen starken Saisonstart hingelegt. Beim Auftakt in Lillehammer sprang Platz drei heraus, in Engelberg wurde er gar Zweiter. Und bei der Vierschanzentournee war er als Sechster bester Deutscher.
Doch beim Saisonhöhepunkt Olympia war ihm kein Top-10-Ergebnis mehr vergönnt: „Die erste Hälfte mit der Tournee war sehr gut, die zweite mit Olympia nur noch befriedigend.“
Zum Ende des Winters „ging es nicht mehr ganz so leicht, da waren die Reserven aufgebraucht. Eine viermonatige Wettkampfperiode ohne Pause ist eine sehr lange Zeit.“
Dass der 28-Jährige in der letzten Saison aber einige Schritte nach vorne machen konnte, hat auch mit dem neuen Bundestrainer Andreas Mitter zu tun, der bisher zum Trainerteam des jüngst verabschiedeten Stefan Horngacher gehört hatte.
Hoffmann freut sich auf den neuen Bundestrainer
„Er hat einen großen Anteil an meiner jüngsten Entwicklung“, sagte Hoffmann über Mitter. Er begrüßte den Trainerwechsel: „Wir haben auch dafür plädiert, das Lehrgangssystem künftig wieder offener und übergreifender zu gestalten.“
Er gehe auch von einer entsprechenden Anpassung aus: „Das wird cool, das wird funktionieren.“ Mitter sei „jünger und lockerer“ als Horngacher.