Stefan Horngacher muss sich offensichtlich noch gedulden, bis er seinen designierten neuen Job als Sportdirektor des polnischen Skisprungverbands PZN angehen kann. Oder platzt der Deal sogar noch?
Skisprung-Verwirrung: Platzt der Horngacher-Deal noch?
Verwirrung um Horngacher
Ein Statement von Verbandspräsident Adam Malysz hat nun zumindest ein wenig für Aufklärung gesorgt, warum bislang noch kein Vollzug vermeldet worden ist.
„Der Vorstand hat entschieden, dass die von mir vorgeschlagenen Änderungen so tiefgreifend und strategisch sind, dass ihre Zustimmung den neuen Verantwortlichen überlassen werden sollte. Es wäre den Nachfolgern gegenüber unfair, wenn der jetzige Vorstand kurz vor Ablauf seiner Amtszeit mehrjährige Verträge unterzeichnen würde“, erklärte Malysz in der Mitteilung.
Horngacher soll in Polen übernehmen
Der frühere Weltklasse-Skispringer hatte in seiner Funktion an der Spitze der polnischen Organisation Horngacher als neuen Sportdirektor vorgeschlagen. Zwar hat er den Namen des bisherigen deutschen Bundestrainers noch nie in den Mund genommen, allerdings gilt es in der Szene als offenes Geheimnis, dass Horngacher das Amt übernehmen wird.
Am 13. Juni findet die Generalversammlung des PZN statt, bei der unter anderem ein neuer Präsident gewählt wird. Womöglich wird Malysz, der Horngacher ins Spiel gebracht hat, danach gar nicht mehr im Amt sein.
Malysz äußert Sorgen vor Skisprung-Saison
„Die Situation hat sich so entwickelt, dass wir in den letzten Wochen intensive Gespräche geführt haben. Ich habe einen neuen Plan, eine neue Vision erarbeitet, und wir haben eine Einigung mit der Schlüsselfigur dieses Projekts erzielt. Er ist bereit, mitzuarbeiten, unsere Visionen stimmen überein“, sagte Malysz über den ausgewählten Kandidaten, schränkte im Hinblick auf die Verbandsversammlung allerdings ein: „Doch im Sport wie im Leben gibt es gewisse Verfahren, die ich nicht umgehen kann.“
Dem viermaligen Weltmeister sind also die Hände gebunden. Er merkte jedoch an, dass „jede Woche Verzögerung im Winter spürbar sein“ werde. Es klingt durch, dass Malysz gerne sofort Nägel mit Köpfen machen würde, was die Anstellung von Horngacher angeht. Ob er aufgrund dieser Umstände selbst noch einmal als Präsidentschaftskandidat antreten wird, ließ er offen.