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Skispringen: Posse um Ex-Bundestrainer - "Mehrere Minenfelder"

Horngacher-Posse findet ein Ende

Die Posse um Stefan Horngacher hat ein Ende gefunden. Der ehemalige Bundestrainer im Skispringen fängt beim polnischen Verband an - allerdings in überraschender Rolle.
Stefan Horngacher ist ab sofort beim polnischen Skiverband tätig
Stefan Horngacher ist ab sofort beim polnischen Skiverband tätig
© IMAGO/Nordphoto
Die Posse um Stefan Horngacher hat ein Ende gefunden. Der ehemalige Bundestrainer im Skispringen fängt beim polnischen Verband an - allerdings in überraschender Rolle.

Nach einem wochenlangen Hin- und her ist es nun beschlossen: Deutschlands Ex-Bundestrainer Stefan Horngacher fängt beim Polnischen Skiverband an. Das teilte der Verband (PZN) am Montagnachmittag mit.

Aus dem Statement geht allerdings hervor, dass Horngacher nicht wie erwartet als Sportdirektor im Skispringen fungieren wird. Stattdessen soll der 56 Jahre alte Österreicher als Trainingskoordinator tätig sein und „eng mit den Nationaltrainern zusammenarbeiten“.

Skispringen: „Mehrere Minenfelder“ bei Horngacher-Rolle

Im deutschen Nachbarland sorgt die neu geschaffene Rolle für Kritik. „Für mich ist das eine ziemlich schwammige Position. Sie kann etwas bedeuten, aber genauso gut auch gar nichts“, kritisierte Krzysztof Sobanski (Ex-Coach von Kamil Stoch) im Gespräch mit dem Portal Interia.

„Mich haben sie auch mal zum Koordinator ernannt. Ich sollte herumreisen, nichts tun und dafür bezahlt werden. So habe ich das auch gesehen. Deshalb habe ich schnell gekündigt“, blickte Sobanski zurück, der auch mit Konflikten zwischen Horngacher und Nationaltrainer Maciej Maciusiak rechnet.

„Wenn etwas schiefgeht, wird Horngacher als Erster seinen Job verlieren“, prognostizierte Sobanski. „Und wenn er sich dem Trainer in irgendeiner Weise widersetzt, wird es zu Reibereien kommen, und wer weiß, wie das enden wird.“

Durch die Verpflichtung des ehemaligen deutschen Skisprung-Bundestrainers entstünden gleich „mehrere Minenfelder“, argumentierte Sobanski: „Es könnten die Fetzen fliegen zwischen dem Trainer und dem Koordinator, und zwischen dem Koordinator und dem Vorstand.“