AEW>

Letztes Hurra eines Wrestling-Giganten? Dieses Signal war eindeutig

Letztes Hurra? Offensichtlich nicht

Wrestling-Gigant Kenny Omega hat bei AEW Dynasty sein größtes Match seit langem verloren. Andeutungen, dass es sein letztes Titelmatch gewesen sein könnte, dürften sich nicht bewahrheiten.
MJF (vorn) konnte Kenny Omega bei AEW Dynasty nur unfair besiegen
MJF (vorn) konnte Kenny Omega bei AEW Dynasty nur unfair besiegen
© AEW
Wrestling-Gigant Kenny Omega hat bei AEW Dynasty sein größtes Match seit langem verloren. Andeutungen, dass es sein letztes Titelmatch gewesen sein könnte, dürften sich nicht bewahrheiten.

Es war das größte Match, das der angeschlagene Wrestling-Gigant seit Jahren bestritten hat – und sein Arbeitgeber schürte lautstark die Spekulationen, dass es sein letztes großes Match gewesen sein könnte.

Zum ersten Mal seit viereinhalb Jahren kämpfte Kenny Omega in der Nacht zum Montag bei einem Pay-Per-View-Event um den World Title von WWE-Rivale AEW. Nach einer fast 40 Minuten langen Ringschlacht in seiner kanadischen Heimat musste sich der „God of Professional Wrestling“ dem amtierenden Champion MJF geschlagen geben. Die Art und Weise, wie der Hauptkampf der Großveranstaltung in der Rogers Arena in Vancouver zu Ende ging, war allerdings ein klarer Fingerzeig, dass die Götterdämmerung noch nicht angebrochen ist.

AEW Dynasty: MJF besiegt Kenny Omega – aber nicht klar

Hintergrund: Um die Zukunft von Omega – spätestens seit seiner bahnbrechenden Matchserie gegen Kazuchika Okada bei NJPW in Japan ein Showkampfphänomen von Weltrang – hat es in den vergangenen Jahren zunehmend Fragezeichen gegeben.

Nach seinem kräftezehrenden Run als AEW World Champion 2020/21 musste sich der „Cleaner“ einer ganzen Reihe von Operationen unterziehen, um seine angeschlagene Gesundheit wieder herzustellen. Ende 2023 erlitt Omega dann eine gefährliche Darmentzündung, die lebensbedrohliche Ausmaße annahm, weil er die Situation falsch einschätzte und trotzdem weiter in den Ring stieg.

Nach über einem Jahr Pause kehrte Omega im vergangenen Jahr in den Ring zurück. Der große Kampf gegen MJF wurde nun um die Frage aufgebaut, ob der 42-Jährige noch das Niveau alter Tage erreichen kann – oder ob der zwölf Jahre jüngere MJF ihn inzwischen überholt hat.

Wiederholt warf AEW in diesem Kontext auch die Frage auf, ob Omega bei Dynasty sein letztes World-Title-Match bestreiten würde – das US-Kommentatorenteam brachte diesen Gedanken auch während des Fights auf.

Darby Allin neuer Top-Herausforderer

Verlauf und Ausgang des Matches legen einen anderen Schluss nahe: Omega duellierte sich mit MJF nicht nur auf Augenhöhe, AEW stellte den Top-Bösewicht MJF im Ergebnis als unterlegen dar: Nur mit Glück überstand er Omegas Finisher One-Winged Angel – der Ringrichter war k.o., nur mit dem unfairen Einsatz seines „Dynamite Diamond Rings“ auf Omegas vorgeschädigte Bauchregion konnte er am Ende die siegbringende Sequenz einleiten.

Wenn du hier klickst, siehst du X-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von X dargestellten Zwecken verarbeitet werden. SPORT1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung. Du hast auch die Möglichkeit alle Social Widgets zu aktivieren. Hinweise zum Widerruf findest du hier.
IMMER AKZEPTIEREN
EINMAL AKZEPTIEREN

MJF gewann damit zwar zum zweiten Mal nach Ende 2023 ein World-Title-Match gegen Omega. Den selbst formulierten Anspruch eines klaren Siegs über einen annähernd zu 100 Prozent hergestellten Omega konnte der „Devil“ damit nicht einlösen. Dass Omega früher oder später wieder nach dem Titel greifen wird, ist klar. Vorerst allerdings steht weiter MJF im Fokus.

Wenn du hier klickst, siehst du X-Inhalte und willigst ein, dass deine Daten zu den in der Datenschutzerklärung von X dargestellten Zwecken verarbeitet werden. SPORT1 hat keinen Einfluss auf diese Datenverarbeitung. Du hast auch die Möglichkeit alle Social Widgets zu aktivieren. Hinweise zum Widerruf findest du hier.
IMMER AKZEPTIEREN
EINMAL AKZEPTIEREN

Bereits für die TV-Show Dynamite am Mittwoch steht für MJF nun ein Titelduell gegen ewigen Rivalen Darby Allin an, der bei Dynasty mit einem Sieg über Ex-WWE-Star Andrade El Idolo zum neuen Top-Herausforderer aufstieg.

Für den Jahreshöhepunkt All In im Londoner Wembley-Stadion wirkt der dortige Lokalmatador Will Ospreay wie der natürliche Herausforderer – momentan noch in eine Fehde mit Jon Moxley verstrickt: Bei Dynasty besiegte Moxley den von einer schweren Nacken-OP ebenfalls noch geschwächten Briten.

AEW lässt zwei Titel wechseln

Bei Dynasty wechselten zwei Titel von AEW den Besitzer: Der aufstrebende Shootingstar Kevin Knight sicherte sich in einem Gauntlet Match den vakanten TNT Title, den der bisherige Besitzer Kyle Fletcher wegen einer Verletzung abgeben musste.

Jubeln durfte auch der von einer monatelangen Verletzungspause zurückgekehrte Kyle O’Reilly: Zusammen mit dem WWE-Weggefährten Roderick Strong und Orange Cassidy sicherte er sich die Trios Titles von den Dogs (David Finlay, Gabe Kidd, Clark Connors). Das ehemalige NJPW-Trio um Legendensohn Finlay hatte die Gürtel erst tags zuvor von Knight, Mike Bailey und Mexiko-Superstar Mistico errungen.

Die anderen wichtigen AEW-Titel wechselten ihre Besitzer nicht: Damenchampion Thekla aus Österreich wehrte die Herausforderung von Jamie Hayter ab, die Tag-Team-Champions FTR die des Legendenduos Adam Copeland und Christian Cage (ehemals Edge und Christian).

Etwas überraschend verlor auch Legendenkollege Chris Jericho sein Comeback-Match gegen Ricochet – der dafür allerdings viel unfaire Hilfe seiner Gruppierung The Demand in Anspruch nahm.