Die große Entlassungs- und Trennungswelle bei WWE, wenige Tage nach der Megashow WrestleMania 42, ist das große Gesprächsthema des Wrestling-Wochenendes – offensichtlich auch hinter den Ligakulissen.
Neue Details zu WWE-Entlassungen: Triple H entschied nicht allein
Neue Details zu WWE-Entlassungen
Ein neuer Bericht des US-Portals Fightful hat nun einige Hintergründe zu dem großen Einschnitt ausgeleuchtet – und wer die handelnden Personen waren.
WWE-Entlassungen: Triple H entschied nicht allein
Fightful zufolge waren die „Hauptentscheidungsträger“ hinter den Trennungen Chief Content Officer „Triple H“ Paul Levesque, die von ihm verantwortete Talent-Relations-Abteilung sowie auch Ligapräsident Nick Khan.
Die Spitze des Mutterkonzerns TKO um CEO Ari Emmanuel und den operativen Geschäftsführer Mark Shapiro war demnach allenfalls indirekt involviert – über das Mitreden von Khan, der bei TKO im Board of Directors sitzt.
Die genauen Verantwortlichkeiten bewegen innerhalb der Szene viele – zumal nach den Wirren um eine der Hauptstorys bei WrestleMania: Die TKO-Spitze drückte dem für das kreative Tagesgeschäft zuständigen Levesque laut Medienberichten kurzfristig die prominente Rolle von Pat McAfee in der Fehde zwischen WWE-Champion Cody Rhodes und Randy Orton auf. Es war ein bis dahin beispielloser Vorgang in der Ära nach dem Skandal-Abgang des langjährigen Alleinherrschers Vince McMahon – und er ging mächtig nach hinten los.
Vor dem Hintergrund dieser Vorgeschichte keimten schnell Spekulationen auf, ob Levesque auch bei den Entlassungen Vorgaben von oben bekam. Der neue Bericht relativiert das – zeigt aber auch nochmals: Levesque ist, anders als früher McMahon, nicht der alleinige Herr im Haus. Er teilt sich die Verantwortung mit Khan, der bekannt ist als smarter Geld- und Rechtejongleur und politischer Strippenzieher – nicht allerdings dafür, das kreative Alltagsgeschehen im Wrestling so tief zu durchdringen wie der frühere Top-Wrestler Levesque.
„Viel Erschütterung“ über Aus von Kairi Sane
Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist auch, dass bei WWE intern besonders großer Unmut über die Trennung von der Japanerin Kairi Sane herrschen soll.
Fightful zufolge gibt es „schwere Frustration“ darüber, dass Sane vor WrestleMania noch im Zentrum einer größeren Story stand, bei der sie in der Fehde zwischen ihrer Tag-Team-Partnerin Asuka und ihrer Freundin Iyo Sky zwischen den Stühlen saß – und diese Geschichte nun ohne Auflösung endet. Sanes Aus habe hinter den Kulissen „eine Menge Erschütterung“ ausgelöst.
Neben Kairi Sane mussten am Wochenende auch Aleister Black, Zelina Vega, die Wyatt Sicks, die Motor City Machine Guns, Santos Escobar, Apollo Crews, Zoey Stark und Alba Fyre gehen – sowie auch viele Talente aus dem Aufbaukader NXT. Fightful zufolge war der Hauptgrund für die Entlassungen, dass für neue Gesichter Platz geschaffen werden sollte.