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Australian Open: Plötzlich wendet sich Djokovic an einen Stargast

Djokovic wendet sich an Stargast

Novak Djokovic verpasst seinen 25. Grand-Slam-Titel im Finale der Australian Open gegen Carlos Alcaraz. Bei der Rede danach wendet er sich an einen alten Tennis-Rivalen.
Carlos Alcaraz schlägt Novak Djokovic im Finale der Australian Open und komplettiert seinen Karriere-Grand-Slam. Doch das ist bei weitem nicht die einzige Bestmarke, die der Spanier mit dem Sieg aufgestellt hat.
Novak Djokovic verpasst seinen 25. Grand-Slam-Titel im Finale der Australian Open gegen Carlos Alcaraz. Bei der Rede danach wendet er sich an einen alten Tennis-Rivalen.

Eine Tennis-Legende gegen eine angehende auf dem Court - das wollten sich auch die Ikonen dieses Sports nicht entgehen lassen, unter ihnen auch Rafael Nadal. Der 22-malige Grand-Slam-Sieger verfolgte aus nächster Nähe, wie sich sein langjähriger Rivale Novak Djokovic und sein legitimer Nachfolger Carlos Alcaraz im Finale der Australian Open duellierten.

Alcaraz setzte sich am Ende nach einem packenden Kampf mit 2:6, 6:2, 6:3, 7:5 gegen Djokovic durch und löste somit Nadal als jüngsten Spieler ab, der in der Open Era (ab 1968) alle vier Grand Slams gewann. Auch wenn Djokovic die Enttäuschung anzusehen war, trug er die Niederlage mit Fassung – und wandte sich nach seinen Glückwünschen an Alcaraz plötzlich sogar an Nadal.

Australian Open: Djokovic scherzt über Alcaraz und Nadal

„Dann will ich mich der Legende Rafa widmen, der auf der Tribüne ist“, begann Djokovic und wandte sich bei seiner Rede in Richtung des Sandplatzkönigs: „Offensichtlich fühlt es sich sehr seltsam an, dich dort und nicht hier (zeigt auf den Court) zu sehen. Aber ich will nur sagen, es war eine Ehre, den Court mit dir zu teilen und dich hier zu haben.“

Zwar wäre es ein wenig seltsam gewesen, vor ihm zu spielen, aber er wollte sich dennoch für seine Anwesenheit bedanken. Dann schloss er seine Worte an Nadal in gewohnter Manier noch mit einem amüsanten Spruch ab. „Zu viele spanische Legenden hier. Es fühlte sich an, als wären es Zwei gegen Einen. Es war nicht fair, aber ok“, sagte er schmunzelnd.

Auch Alcaraz bedankt sich nach dem Finale bei Nadal

Auch Alcaraz wandte sich bei seiner Siegesrede an Nadal und betonte zunächst, dass es seltsam sei, ihn nun auf der Tribüne zu sehen: „Du hast mir zugeschaut, als ich 14, 15 Jahre alt war, aber das ist das erste Mal, dass ich professionell vor dir spiele. Es ist so eine Ehre. Wir hatten tolle Kämpfe auf dem Court, auch wenn es nicht so viele waren.“

Tatsächlich waren es lediglich drei Duelle auf der ATP-Tour, von denen Nadal die ersten beiden gewann, ehe sich Alcaraz in drei Sätzen in Madrid erstmals durchsetzen konnte. Beide spielten jedoch auch zusammen Doppel bei den Olympischen Spielen in Paris, wenngleich es nicht für eine Medaille reichte.

Auch an diese gemeinsamen Erlebnisse dachte Alcaraz zurück: „Es war eine Ehre, mit dir die Kabine zu teilen, zu trainieren und Matches mit dir zu spielen. Dich jetzt hier zu sehen, wie du bei meinem Match zuschaust, ist ein Privileg für mich. Danke, dass du da bist.“

Nadal, der seine Karriere am Ende der Saison 2024 beendet hatte, sprach aus spanischer Verbundenheit vor dem Match Alcaraz seinen Support zu, betonte aber gleichzeitig, dass er auch Djokovic alles Gute wünsche.