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Petkovic: Zverev in Paris "Favorit nach Sinner und Alcaraz"

Petkovic glaubt an Zverev

Die 38-Jährige hält einen Turniersieg des Hamburgers bei den French Open für schwierig, aber möglich. Die deutschen Frauen bereiten ihr Sorgen.
Ben Shelton gewinnt das Finale der BMW Open mit 6:2, 7:5 gegen den Italiener Flavio Cobolli. Der hatte am Vortag den Vorjahressieger Alexander Zverev aus dem Turnier geworfen.
Die 38-Jährige hält einen Turniersieg des Hamburgers bei den French Open für schwierig, aber möglich. Die deutschen Frauen bereiten ihr Sorgen.

Die frühere Top-10-Spielerin Andrea Petkovic zählt Alexander Zverev bei den French Open zum „erweiterten Favoritenkreis“. „Für mich ist Sascha der Favorit nach Sinner und Alcaraz“, sagte die 38-Jährige dem SID.

Zverev wartet weiterhin auf seinen ersten Grand-Slam-Titel. Dass dies in Paris gelingt, hält Petkovic für schwierig, aber möglich. „Alcaraz und Sinner sind jetzt gerade einfach das Nonplusultra im Tennis und das muss man auch akzeptieren“, sagte sie am Rande eines Medientermins im Vorfeld des WTA-Turniers in Berlin.

Dennoch seien auch die beiden nicht unschlagbar. „Bei Alcaraz muss man ein bisschen gucken. Er wurde gestern mit einer Schiene am Handgelenk fotografiert und hat aus Madrid jetzt rausgezogen. Also wer weiß, was da passiert.“

Tennis-Frauen: Petkovic weniger optimistisch

Mit Blick auf die deutschen Tennis-Frauen ist Petkovic weniger optimistisch. Sie empfinde die aktuelle Situation als „wirklich sehr unglücklich“. Man habe derzeit nicht die Führungsspielerinnen wie „Angie Kerber, Jule Görges, Sabine Lisicki, Laura Siegemund und Tatjana Maria“, sagte Petkovic, die selbst sieben WTA-Titel in ihrer Karriere gewinnen konnte.

Die deutschen Frauen waren im Billie Jean King Cup mit einer unerfahrenen Mannschaft kürzlich erstmals in der Verbandsgeschichte in die Drittklassigkeit abgestürzt.

Petkovic, „Director of Excitement“ bei den Berlin Tennis Open (13. bis 21. Juni), verwies zugleich auf die schwierigen Bedingungen für deutsche Nachwuchsspielerinnen in Berlin.

„Der große Vorteil des Turniers ist aber auch ein Nachteil für den deutschen Nachwuchs. Es ist sehr, sehr stark. Es wird nur Top-20-Spielerinnen hier geben. Das heißt, wir müssen schon so ein bisschen gucken, dass die Form auch stimmt“, sagte sie. Deshalb sei man im „engen Austausch mit dem DTB“, um auch deutschen Nachwuchsspielerinnen einen Start in Berlin zu ermöglichen.