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French Open: Novak Djokovic erlebt böse Überraschung

Djokovic erlebt böse Überraschung

Novak Djokovic und Joao Fonseca liefern sich bei den French Open einen spektakulären Fight. Es kommt zu einer faustdicken Überraschung. Die Tür für Alexander Zverev geht immer weiter auf.
Novak Djokovic ist in der dritten Runde ausgeschieden
Novak Djokovic ist in der dritten Runde ausgeschieden
© IMAGO/Anadolu Agency
Novak Djokovic und Joao Fonseca liefern sich bei den French Open einen spektakulären Fight. Es kommt zu einer faustdicken Überraschung. Die Tür für Alexander Zverev geht immer weiter auf.

Der Rekord-Grand-Slam-Sieger ist raus! Novak Djokovic hat in der dritten Runde der French Open nach einem epischen Kampf gegen den 19 Jahre alten Brasilianer Joao Fonseca verloren.

Der 24-malige Major-Champion musste sich in einem spektakulären Duell dem Shootingstar mit 6:4, 6:4, 3:6, 5:7 und 5:7 geschlagen geben. Fonseca nutzte schließlich seinen ersten Matchball und konnte anschließend sein Glück kaum fassen.

Fonseca kann es kaum fassen

Im On-Court-Interview wurde Fonseca gefragt, wie er es geschafft habe, überhaupt daran zu glauben, dieses Match zu gewinnen. „Das habe ich eigentlich gar nicht. Ich habe einfach gespielt. Ich habe es einfach genossen, auf dem Platz zu stehen. Was für ein Vergnügen das war“, sagte Fonseca und richtete sich an Djokovic: „Was für ein Idol wir doch haben.“

Anschließend gratulierte der überglückliche Gewinner seiner Mutter noch zum Geburtstag und bedankte sich für die Unterstützung bei den Fans.

French Open: Djokovic entzaubert

Im letzten Aufschlagspiel von Fonseca hatte Djokovic sogar noch einmal Breakball. Doch beim Stand von 30:40 servierte der Brasilianer drei Asse in Folge (!) und wehrte so nicht nur die Breakchance ab, sondern gewann auch das Match.

Der Serbe hatte über weite Strecken immer wieder mit körperlichen Beschwerden zu kämpfen, beugte sich mehrmals erschöpft nach vorne. Unter tosendem Applaus verließ Djokovic als fairer Verlierer schließlich den Platz.

„Wenn man all die Umstände einbezieht, muss ich sagen, dass ich auf einem wirklich guten Level gespielt habe. Natürlich bin ich über das Ergebnis enttäuscht, mir ist die Energie ausgegangen“, sagte Djokovic: „Er ist in den entscheidenden Momenten voll draufgegangen und hat mit extremer Geschwindigkeit gespielt. Da kann man nur sagen: gut gemacht.“

Djokovic verpasste seine 20. Achtelfinalteilnahme in Paris und verlor bei dem Sandplatzturnier erstmals seit 2009 in der dritten Runde. Vor 17 Jahren hatte er sich Philipp Kohlschreiber beugen müssen.

Auch Magenbeschwerden und die brutale Hitze in Paris schienen den 39 Jahre alten Djokovic stark zu beeinträchtigen. Topfavorit Jannik Sinner war bereits am Donnerstag nach 2:0-Satzführung und Hitze-Drama ausgeschieden.

Damit schreiben die diesjährigen French Open Geschichte: Es ist das erste Mal in der Open Era, dass ein ehemaliger Grand-Slam-Sieger bei einem Grand-Slam-Turnier nicht mindestens das Achtelfinale im Herreneinzel erreicht hat.

Das war Djokovic auf Grand-Slam-Ebene zuvor erst einmal passiert

Djokovic hatte bis dato erst eines von 461 Grand-Slam-Matches nach 2:0-Satzführung noch verloren: 2010 gegen den Österreicher Jürgen Melzer im Viertelfinale von Roland Garros (6:3, 6:2, 2:6, 6:7, 4:6). Am Freitag gelang auch Fonseca dieses überaus seltene Kunststück.

In seiner ersten Achtelfinal-Teilnahme bei einem Major trifft Fonseca auf Casper Ruud (Norwegen). Im Halbfinale könnte der Youngster dann auf Alexander Zverev treffen. Deutschlands Nummer eins ist am Abend noch gegen Lokalmatador Quentin Halys gefordert (LIVETICKER).

Zverev jagt immer noch seinen ersten Grand-Slam-Titel. Nach der Absage von Carlos Alcaraz und dem Aus von Sinner und Djokovic gilt der Deutsche als absoluter Topfavorit.

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