Die Ausgangslage für Tennis-Star Alexander Zverev bei den French Open hat sich von einem auf den anderen Schlag geändert: Nach dem Hitze-Drama um Jannik Sinner, der aufgrund von körperlichen Problemen an Juan Manuel Cerúndolo scheiterte, befindet sich Zverevs großer Rivale und Angstgegner plötzlich nicht mehr im Turnier.
Nach Sinner-Drama: Eindringliche Warnung an Alexander Zverev
Experten warnen Zverev
Damit öffnet sich die Tür für Deutschlands Nummer 1, endlich den langersehnten ersten Grand-Slam-Titel zu gewinnen. Es gilt aber auch: Der ohnehin schon große Druck auf Zverev steigt damit weiter an.
Zverev plötzlich „Topfavorit“
„Von der Außenseiterrolle hinter Jannik Sinner: ‚Wer soll ihn schlagen?‘ – zum Topfavoriten. Das kann schon was machen“, erklärte Ex-Tennis-Profi und Eurosport-Experte Philipp Kohlschreiber die Problematik. „Man muss bei sich bleiben, es gibt genügend Stolpersteine“, warnte er vor zu großer Euphorie.
Kohlschreiber machte aber auch keinen Hehl daraus, dass er einen Zverev-Coup durchaus für möglich hält. „Novak Djokovic ist der letzte verbliebene Grand-Slam-Sieger im Teilnehmerfeld und wenn der ausscheidet, wird es einen neuen French-Open-Sieger geben – vielleicht mit deutscher Beteiligung“, führte er aus.
French Open: Rittner warnt vor Djokovic
Ex-Bundestrainerin Barbara Rittner schätzt die Ausgangslage ähnlich ein. „Es ist für jeden ein Schock“, sagte sie zum Überraschungs-Aus von Sinner. Zverev sei nun als Nummer zwei der Setzliste der „absolute Topfavorit“ im Starterfeld.
„Das wird er sich auch sagen“, meinte Rittner, warnte jedoch auch vor Djokovic, der sich „immer besser ins Turnier“ spiele. Der serbische Grand-Slam-Rekordsieger könnte im Halbfinale auf Zverev treffen.
„Er muss von Match zu Match denken. Er hat bisher zwei tolle Partien gespielt, aber er muss bei sich bleiben und darf nicht zu weit denken“, fuhr Rittner fort.
Auch Alcaraz fehlt in Paris
Zverev wartet noch immer auf seinen ersten Grand-Slam-Titel, jedoch war die Ausgangslage selten besser, diesen Makel zu beseitigen. Dies liegt in erster Linie am Aus von Sinner, der Zverev zuletzt neunmal in Serie – meist erschreckend deutlich – bezwang.
Mit Carlos Alcaraz musste zudem der zweite große Favorit bereits im Vorfeld absagen. Der Spanier hatte Zverev bei dessen einzigen Final-Auftritt bei den French Open im Jahr 2024 bezwungen.
Auf dem Weg ins Endspiel muss Zverev nach seinen glatten Siegen gegen Benjamin Bonzi und Tomás Machác in Runde drei Quentin Halys (Freitag, ab 20:15 Uhr im LIVETICKER) aus dem Weg räumen.