Alexander Zverev fehlt nur noch ein Sieg, um sich seinen großen Traum zu erfüllen.
Ein Schritt zum großen Traum! Zverev im Paris-Finale
Traum ganz nah: Zverev im Finale
Der deutsche Tennis-Star, der nach wie vor auf seinen ersten Grand-Slam-Titel wartet, hat das Halbfinale der French Open gegen den Tschechen Jakub Mensik in vier Sätzen mit 7:5, 6:2, 3:6 und 6:3 gewonnen und steht damit in Paris zum zweiten Mal im Finale.
„Ich wusste, dass es die schwerste Herausforderung bislang werden würde. Ich habe es geschafft, ich habe gewonnen und ich bin glücklich“, sagte Zverev im On-Court-Interview nach dem Match. „Ich hoffe, ein weiteres großartiges Match am Sonntag zu spielen.“
Auf die Frage, wie er es schaffe, konzentriert zu bleiben, hatte Zverev eine lockere Antwort parat: „Um ehrlich zu sein, hab ich absolut nichts im Kopf. Wir sind Athleten, sehr wenige von uns haben überhaupt etwas im Kopf. Manchmal ist es einfacher, dumm zu sein und nicht zu viel nachzudenken.“
Im Endspiel von Roland Garros trifft er am Sonntag auf Flavio Cobolli. Der Italiener zog kampflos ins Finale ein, nachdem sein Landsmann Matteo Arnaldi kurzfristig das Halbfinale absagen musste. Offiziell begründet wurde die Absage mit einer Krankheit.
Damit kommt es auf dem Court Philippe-Chatrier schon zum dritten Mal in diesem Jahr zum Duell zwischen Zverev und Cobolli. Der Italiener siegte beim Turnier in München im Halbfinale, Zverev revanchierte mit einem Sieg im Viertelfinale von Madrid.
Für TV-Experte Boris Becker war Zverevs Stärke beim zweiten Aufschlag entscheidend. „Der hat im Schnitt über 180 km/h beim zweiten Aufschlag. Das habe ich so noch nie gesehen“, sagte die deutsche Tennis-Legende bei Eurosport: „187 km/h bei 2:0 und 30:30 im vierten Satz. Das war für mich der Grund, warum er heute gewonnen hat.“
Der Hamburger hatte kleine Startschwierigkeiten, schaffte aber schließlich im ersten Satz das Break zum 6:5.
Anschließend fand er immer besser zu seinem Spiel. Nach dem Gewinn des ersten Satzes holte er sich den zweiten Durchgang souverän mit 6:2.
Zverev kommt nach verlorenem dritten Satz zurück
Zu Beginn des dritten Satzes musste sich Mensik minutenlang am Nacken behandeln lassen, und in der Folge wendete sich das Blatt zumindest zeitweise. Der Tscheche spielte nun sein bestes Tennis, ließ Zverev vor allem mit seinen Stopps immer wieder verzweifeln und gewann den Satz.
„Im dritten Satz spielte er fantastisch, er hat sein Niveau noch einmal gehoben. Aber damit muss man umgehen, und das habe ich getan“, sagte der Deutsche.
Im vierten aber zog Zverev wieder an und führte nach einem Break schnell mit 3:0. Danach verteidigte er das Break, bis er beim Stand von 5:3 nach gut drei Stunden seinen ersten Matchball verwandelte.
Becker über Zverev: „Das muss man wirklich mal hervorheben“
Becker imponierte vor allem, wie Zverev in den Tagen von Paris mit dem Druck des Turnierfavoriten umgeht. „Das muss man wirklich mal hervorheben und auch loben. Seit der Niederlage von Jannik Sinner redet jeder nur noch davon, dass der nächste Turnierfavorit Sascha Zverev ist“, sagte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger.
Zverev gehe damit hervorragend um, so Becker weiter: „Der Druck ist auf seiner Seite. Egal was er sagt. Er schottet sich ab. Er hat seine Familie um sich und spielt sein hervorragendes Tennis, genau wenn er es muss.“
Zverev stand bereits dreimal in einem Grand-Slam-Finale
Zverev stand bislang in drei Grand-Slam-Endspielen – 2020 in New York, 2024 in Paris und 2025 in Melbourne.
Gewinnen konnte der 29-Jährige keines davon. Nun hat er die vierte Chance, sich seinen großen Traum zu erfüllen.