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Gehört Zverev jetzt zur Big 3?

Legende sieht Zverev in Big 3 

Alexander Zverev krönt seine erfolgreiche Karriere mit einem Grand-Slam-Sieg. Einmaliger Coup, oder gehört er jetzt zur Big 3 des Tennis?
Alexander Zverev erfüllt sich mit dem Triumph bei den French Open seinen lang ersehnten Traum vom Grand-Slam-Titel. Der deutsche Tennisstar hofft nun, dass bei ihm mental der Knoten für die großen Turniere geplatzt ist.
Alexander Zverev krönt seine erfolgreiche Karriere mit einem Grand-Slam-Sieg. Einmaliger Coup, oder gehört er jetzt zur Big 3 des Tennis?

Alexander Zverev hat seine Dämonen bezwungen und in seinem vierten Grand-Slam-Finale – wie einst Andre Agassi, Goran Ivanisevic oder Dominic Thiem – endlich seinen ersten Titel gewonnen. Ist das nur ein Achtungserfolg oder nur der Auftakt auf dem Weg zu noch Größerem?

Lange Zeit dominierten Novak Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal als „Big 3“ die Welt des Tennis. Seit 2024 hat sich jedoch eine neue Weltspitze etabliert. Neun Major-Titel in Serie gingen entweder an Jannik Sinner oder Carlos Alcaraz.

Zverev wandelte meist als Nummer drei der Welt dicht hinter den beiden Stars, konnte seine Karriere bis Sonntag aber nicht krönen. Sein Coup bei den French Open könnte nun möglicherweise eine neue Big 3 etablieren, meint eine Legende.

Sorgt Alexander Zverev für eine neue Big 3 in der Tennis-Welt?

„Fest steht: Jetzt, da er einen Grand Slam gewonnen hat, wird es für ihn viel leichter sein, sich vorzustellen, einen weiteren zu gewinnen“, sagte Mats Wilander bei L’Équipe. Besonders zu Beginn der Turniere könne Zverev künftig mit weniger Stress auflaufen, meint die ehemalige Nummer eins der Welt.

Grund genug für Wilander, eine gewagte Prognose zu untermauern. „Ich habe vor dem Finale gesagt, dass wir bei einem Sieg von Zverev über eine Big 3 mit Sinner und Alcaraz sprechen können – und ich halte daran fest“, erklärte der Schwede.

Seine Erklärung? „Alles hängt mit Selbstvertrauen zusammen. Und auch damit, dass er zuvor womöglich dachte, gegen diese beiden überhaupt keine Chance zu haben.“ Künftig erwartet Wilander deshalb einen aggressiveren Zverev, der seine großen Widersacher schlagen könne.

Im direkten Vergleich liegen Zverev (sechs Siege) und Alcaraz (sieben Siege) nahezu auf Augenhöhe. Sinner dominierte die insgesamt 14 Spiele gegen den Hamburger allerdings mit zehn Siegen.

Wilander und Corretja sehen eine Warnung an die Konkurrenz

Doch die Konkurrenz ist gewarnt. „Sie werden nun erkennen: ‚Okay, da kommt Sascha.‘ Er wird sich weiter verbessern, weil er unglaublich hart arbeitet und ein absoluter Profi ist“, meinte Wilander und prognostizierte aus diesem Grund ein steigendes Niveau im Tennis insgesamt. Auch, weil Spieler wie Joao Fonseca und Jakub Mensik nachrücken. „Das könnte für unseren Sport etwas ganz Besonderes sein.“

Neben Wilander hatte sich auch Alex Corretja, die ehemalige Nummer zwei der Welt, deutlich zum Zverev-Triumph geäußert. „Er hat es wirklich verdient. Wir haben das Gefühl, dass er schon lange genug gutes Tennis gespielt hat, um ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen, und von nun an wird es für ihn ganz anders laufen“, sagte der Spanier bei TNT Sports und meinte: „Ich glaube, dass es das Tennis interessanter macht, wenn es immer wieder andere Sieger gibt.“

Zverev hofft, „dass mental bei mir irgendwas geplatzt ist“

Zverev selbst schaltete nach seinem Grand-Slam-Sieg zwar in den Partymodus, zeigte sich mit Blick auf die Zukunft aber angriffslustig.

„Ich möchte weitermachen. Ich hoffe, dass mental bei mir irgendwas geplatzt ist. Das ist schon was Besonderes, hier mit so einem Pokal zu sitzen“, sagte Zverev: „Natürlich möchte ich noch ein paar davon gewinnen. Ich glaube schon, dass das ein sehr wichtiges Ding für mich gewesen ist.“