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"Macht süchtig": Andrejewa will mehr

„Macht süchtig“: Andreeva will mehr

Bei den French Open holt die junge Russin ihren ersten Grand-Slam-Titel. Die nächste Trophäe soll schnell folgen.
Mirra Andreeva krönte sich mit nur 19 Jahren zur jüngsten French-Open-Siegerin seit 1992. Den ersten Triumph bei einem Grand Slam habe sie sich schon oft ausgemalt, so die Gewinnerin.
Bei den French Open holt die junge Russin ihren ersten Grand-Slam-Titel. Die nächste Trophäe soll schnell folgen.

Mirra Andreeva hatte gerade erst ihre Hände an den silbernen Coupe Suzanne Lenglen bekommen, da dachte die frischgebackene Grand-Slam-Siegerin schon an den nächsten Neuzugang für ihren Trophäenschrank. „Ich habe das Gefühl, dass diese Sache ein bisschen süchtig macht“, sagte die russische Teenagerin nach dem 6:3, 6:2 im Finale der French Open gegen die polnische Qualifikantin Maja Chwalinska: „Ich möchte wirklich mein Bestes geben, um all das ein zweites Mal zu erleben.“

Andreeva möchte nicht lange auf ihren nächsten Streich warten – wie passend, dass mit Wimbledon das nächste Highlight bereits seine Schatten vorauswirft. „Ich denke jetzt schon darüber nach, wie ich mich auf die Rasenturniere vorbereite, wie ich die Rasenturniere spielen werde“, sagte die 19-Jährige.

Oft habe sich Andreeva Gedanken darüber gemacht und davon geträumt, wie es sich wohl anfühlen würde, den Titel bei einem der vier großen Turniere zu gewinnen. „Ich würde sagen, dass das Gefühl im echten Leben natürlich viel besser ist als in den Träumen“, sagte die kommende Nummer sechs der Welt: „Es ist einfach ein tolles Gefühl, diese Trophäe anzuschauen und zu begreifen, dass das tatsächlich wahr ist und dass ich mich als Grand-Slam-Siegerin bezeichnen kann.“

Landsfrau freut sich mit Andreeva

Einen großen Anteil daran hat auch ihre spanische Trainerin Conchita Martínez, vor 22 Jahren Siegerin in Wimbledon. „Es ist etwas ganz Besonderes, meinen ersten Grand-Slam-Titel mit ihr zu teilen. Wir haben viel zusammen gearbeitet, auf dem Platz und abseits des Platzes“, sagte Andreeva. Man habe neben „vielen schönen Momenten“ auch schon „einige schwierige Zeiten durchlebt“. Jetzt sei es „sehr, sehr schön, so etwas mit ihr zu teilen und zu sehen, wie glücklich sie ist“.

Doch nicht nur im Team Andreeva war die Freude groß. Auch Maria Scharapowa, die zuvor 2014 als letzte russische Spielerin am Bois de Boulogne gewonnen hatte, meldete sich nach dem Sieg ihrer jungen Nachfolgerin. „Stolz auf dich“, schrieb Scharapowa bei Instagram zu einem gemeinsam Bild mit Andreeva: „Die Feier spricht für sich. Aufgeregt, aber nicht zufrieden. Das Zeichen eines Champions.“

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