Emma Raducanu wird beim Rasen-Klassiker Wimbledon nicht antreten. Die 23-Jährige zog am Sonntagabend (28. Juni) wenige Stunden vor ihrem geplanten Start zurück – Diagnose: Stressfraktur im rechten Unterschenkel. Die Entscheidung verkündete die Britin kurz nach 23 Uhr deutscher Zeit, obwohl sie zuvor noch erklärt hatte, spielen zu wollen. (Wimbledon 2026 täglich im LIVETICKER)
Schock-Aus für großen Namen bei Wimbledon
Wimbledon-Aus für großen Namen
Raducanu war als Nummer 30 gesetzt und sollte ihre Auftaktpartie am Montag auf Court One gegen Kroatiens Antonia Ruzic bestreiten. Genau dieses Duell war auch im offiziellen Order of Play für den ersten Turniertag vorgesehen. Stattdessen musste die britische Nummer eins nach einer späten Untersuchung die Reißleine ziehen.
In ihrer Erklärung machte Raducanu die letzte Bildgebung am Abend entscheidend. „Ich habe alles versucht, um an den Start zu kommen, aber nach dem finalen Scan heute Abend hat sich das Ziehen, das ich gemanagt habe, zu einer Stressfraktur entwickelt“, schrieb sie sinngemäß – und betonte, ihr sei medizinisch dazu geraten worden, nicht weiter „durchzudrücken“.
Raducanu verlor den Kampf gegen die Zeit
Dass Raducanu wackelt, hatte sich in der vergangenen Woche bereits angedeutet. Damit wuchs der Druck, rechtzeitig spielfähig zu werden, von Tag zu Tag.
Am Samstag ging es zwar zurück auf den Trainingsplatz, der rechte Unterschenkel war dabei deutlich bandagiert. Nach einer vorsichtigen Einheit mit dem eigenen Team brach Raducanu zudem ein Training gegen Anna Kalinskaya ab – nachdem die beiden sogar einen Satz gespielt hatten, fehlten noch rund zehn Minuten.
Am Sonntagmorgen wirkte Raducanu in der Einheit mit Hitting-Partner Alexis Canter beweglicher, der echte Härtetest blieb aber aus. Am Abend brachte dann der finale Check die klare Diagnose – und Wimbledon verlor eine der größten britischen Zugnummern noch vor dem ersten Ballwechsel.
US-Open-Siegerin vorzeitig raus
Für Raducanu, US-Open-Champion von 2021, ist es sportlich und emotional ein herber Rückschlag – auch weil sie noch am selben Tag öffentlich mit einem Start gerechnet hatte.
In der Auslosung entsteht damit kurzfristig eine Lücke, nachdem die Britin bis zuletzt auf ein Comeback in „ihrem“ Grand Slam gehofft hatte.