Taylor Fritz hat sich nach der klaren Dreisatzniederlage im Viertelfinale von Wimbledon gegen Deutschlands Nummer eins Alexander Zverev als überaus fairer Verlierer gezeigt.
"Unglaublich sympathisch": Faire Geste von Zverev-Gegner
Faire Geste von Zverev-Gegner
Nach dem 4:6, 4:6, 2:6 umarmte Fritz seinen überlegenen Kontrahenten am Netz und dabei huschte dem US-Amerikaner sogar ein Lächeln über das Gesicht – trotz der deutlichen Niederlage. Danach tauschten sich die beiden noch kurz aus, alles wirkte sehr harmonisch.
„Unglaublich sympathische“ Geste von Fritz
Mischa Zverev, der ältere Bruder von Alexander, sagte später bei Amazon Prime: „Ich fand die Geste von Taylor unglaublich sympathisch nach dem Match. Er hat verloren, nachdem er siebenmal am Stück gewonnen hat. Aber er hat gelächelt.“
Er wisse zwar nicht genau, was Fritz seinem Bruder in diesem Moment gesagt habe, aber: „So nach dem Motto: ‚Du warst der Bessere und ich freue mich auch irgendwo für Dich. Du hast es dir verdient‘.“
Das Lächeln von Fritz sei „echt“ gewesen. „Das war nicht gespielt, wo Du denkst, das war alles fake. Das war ein echtes Lächeln von Fritz. Sehr sympathisch“, meinte Mischa Zverev.
Wimbledon: Das sieht man bei Zverev selten
Seinem Bruder Alexander stand derweil die pure Freude ins Gesicht geschrieben, was auch an Michael Stich (der in Wimbledon vor 35 Jahren den letzten deutschen Triumph im Männer-Einzel feierte) nicht spurlos vorbeiging.
„Er freut sich ja immer nach dem Match. Aber seine Freude ist immer relativ verhalten, so nenne ich das jetzt mal. Das war das größte Strahlen und Lächeln, was ich bei ihm jemals nach einem Match gesehen habe und das sagt unglaublich viel aus“, sagte Stich.
„Tolle Leistung. Das beste Match in diesem Turnier glaube ich. Ich finde, dass er von allen die noch im Turnier sind, der Beste ist“, sprach sich Stich für Zverev als Turnier-Favoriten aus.
Stich: „Taylor Fritz hat schlecht gespielt“
Fritz hingegen wirkte am Mittwoch körperlich nicht auf der Höhe und musste sich im zweiten Satz auch am rechten Knie behandeln lassen. Immer wieder suchte der US-Amerikaner den Austausch mit seiner Box.
Das rechte Knie (chronische Kniesehnenentzündung) hatte Fritz dieses Jahr immer wieder Sorgen bereitet und zu einer mehrwöchigen Pause gezwungen. „Ein Taylor Fritz hat schlecht gespielt, ist nie in den Rhythmus reingekommen, konnte nie seine Energie auf den Platz bringen“, analysierte Stich.